Breaking Dawn Come True - 16. Kapitel

Breaking Dawn Come True
16. Kapitel: Jackshley machen es vor!

Kristens POV

Endlich war der erste Drehtag geschafft, dachte ich erschöpft, aber auch mit einer gewissen Selbstzufriedenheit. So einer, die meist einen kleinen Vorgeschmack auf einen ziemlich guten Gewinn versprach.
Ich hatte den ersten Tag überstanden, ohne unsere kleine Wette direkt zu verlieren und ich war überglücklich darüber. Leicht fiel es mir nicht, aber Robs Kommpromis, dass wir die Sache auf den morgigen Tag verschieben könnten, hatte ich selbstverständlich gerne angenommen und somit den Strick schön ignoriert, der bereits auf mich gewartet hatte.
Niemals würde ich es in Robs Gegenwart zugeben, aber ich war absolut nicht siegessicher. Ich liebte diesen verrückten Kerl einfach so sehr, dass jeder Moment, wo meine Lippen nicht auch etwas von ihm abbekamen, verschwendet war.
Rob war bereits aufs Zimmer gegangen um sich für das Abendessen fertig zu machen. Ich war noch bei Ashley geblieben, die etwas mit Chris besprechen wollte. Meine Beine tanzten regelrecht, so ungeduldig waren sie, hinter Rob herzukommen und meine Finger flochten sich immer wieder ineinander. Nur mühsam zwang ich sie mit dem Spiel aufzuhören.
In dem Moment kam auch endlich Ashley wieder. Sie stöhnte und ließ sich wie ein nasser Sack auf den Stuhl neben mir fallen, ließ den Kopf nach hinten fallen und schloss die Augen. Die typische Miene eines Schauspielers, dachte ich grinsend. So hatte ich mich vorhin auch einen Moment erholt.
„Ein Glück, dass dieser Tag vorbei ist“, sprach sie die Dinge nun direkt an. „So wie Chris drauf ist, ist es auch besser so. Hoffentlich hat sich das bis Morgen wieder gebessert.“
„Hoffentlich“, seufzte ich. „Aber bei allem was heute schief gelaufen ist, kann ich ihn auch verstehen.“
Ashley nickte zustimmend. „Da hast du auch recht, aber er ist nun mal die größte Motivationsquelle. Der Stimmung des Regisseurs schließt man sich am besten an und bisher war darauf auch immer Verlass.“
Ich lehnte mich an sie. „Morgen wird’s besser laufen.“ Hoffentlich auch für mich, grübelte ich.
Ashley nickte zustimmend und nahm meine Hand. „Süße, wollen wir uns auch fürs Abendessen fertig machen?“
„Klar“, stimmte ich sofort zu. „Aber kann ich mich bei dir fertig machen?“, bat ich sie zaghaft. Ashley schaute mich einen Moment verwirrt an, nickte dann aber ohne weiter darauf einzugehen. Ihrem Blick nach zu urteilen, musste ich es ihr erklären. „Rob wollte sich etwas länger Zeit nehmen und ich muss dringend unter die Dusche. Ich bin heute nicht geduldig genug, um auf ihn zu warten.“
Jetzt lächelte sie und ich hätte mir am liebsten selbst in den Hintern gekniffen. Hätte ich es dabei belassen – Ashley hatte ja keine Fragen gestellt – dann müsste ich mir jetzt keine Sorgen um ein Attentat machen. Aber das war typisch für Ash, womit sie ihrer Filmrolle Alice in nichts nachstand: Sie wollte immer ganz vorne dabei sein und als erstes wissen was lief.
„Sag mir eins“, zwitscherte sie lachend. „Und du musst nur mit dem Kopf nicken, wenn es stimmt. Wenn es nicht stimmt, schüttelst du ihn natürlich.“ Sie zwinkerte. „Es bleibt auch unter uns, ich sag’s nicht weiter, aber – “ Sie senkte verschwörerisch die Stimme. „Du und Rob. Das hat endlich geklappt, oder?“
Dazu fiel mir nun gar nichts ein. Natürlich hatte sie recht und ich wusste, dass ich ihr vertrauen konnte – das sie ihr Wort halten würde – aber ich traute mir nicht. Dafür gab es einfach keinen vernünftigen Satz. Aber, Moment! Ash hatte doch gesagt, ich solle nur mit dem Kopf nicken, wenn es wahr war.
Also nickte ich und schaute ihr in die Augen.
„Wag. Es. Nicht“, warnte ich sie mit einem scharfem Blick. Ihre Hände flatterten als würde sie gleich abheben, ihre Lippen standen weit offen, ließen aber keinen Ton heraus. Sie drehte sich einen Moment um, schnappte nach Luft und sah mich dann wieder an. Langsam machte ich mir echte Sorgen um sie.
„Geht schon“, brachte sie gerade noch heraus, ehe sie laut losprustete.
Ich ließ sie so lange lachen, bis sie meinte wieder normal reden zu können – was ziemlich lange dauerte, aber ich stand stumm neben ihr und wartete. Vielleicht war Rob sogar schon fertig und ich könnte ins Bad...
„Oh mein Gott, Kris“, sagte Ashley und tupfte sich die Tränen aus den Augen. „Jackson hatte so Recht.“ Sie kicherte wieder.
„Womit?“, fragte ich knapp.
Sie sah mich durchdringend an. „Du und Rob. Ihr brauchtet wirklich jemanden, der euch so eine Promi-Beziehung vorlebt, damit das bei euch mal klappt und ihr die Hemmungen verliert.“
„Du meinst jetzt aber nicht dich und Jackson, oder?“
„Doch.“
„Ihr seit doch gerade erst zusammen – “
„Und wie lange geht das mit dir und Rob?“, fragte sie herausfordernd und witterte ihren Sieg.
Ich seufzte. „Okay, da seit ihr uns eine Nasenlänge voraus, aber –“
„Was bei Jacksons Nase schon was heißt“, lachte sie.
Ich lachte mit. „Du bist auch nie vollkommen zufrieden. Seine Nase ist perfekt.“
„Sag ihm das mal“, stöhnte sie theatralisch.
Ich schüttelte verständnislos den Kopf. Dieses Gespräch mit Ash – was man so Gespräch nennen konnte – war einfach nicht für solche Zeiten, nach solch einem Tag gemacht. Ich brauchte eine Dusche, frische Klamotten und bevor mein knurrender Magen befriedigt werden konnte, musste der gierige Hunger meiner Lippen gestillt werden.
Robs Lippen... So sinnlich, so weich, so süß...
Ich verpasste mir selbst eine Backpfeife.
„Wofür war die denn?“, gluckste Ashley. „Darf ich auch mal?“
„Nein“, sagte ich ausweichend. „Und jetzt will ich endlich duschen. Kann ich das bei dir?“
Ashley dachte kurz nach und wog ihre Chancen ab, dass sah ich ihr deutlich im Gesicht an. Zu meiner Erleichterung schien sie mir aber den kleinen Sieg zu gönnen und wir trabten nebeneinander her, hoch zu ihrem Zimmer, dass sie sich mit Jackson teilte.
Jackson saß in einem weißen Hemd und Bluejeans auf dem Bett und blätterte in einer Illustrierten. Als er uns sah, schmiss er das Magazin auf den Boden, kam auf Ashley zu und küsste sie leidenschaftlich.
Ich wusste nicht warum, aber ich musste in dem Moment einfach wegschauen. Nicht, weil es mir peinlich war, sondern weil ich mich unbehaglich fühlte. Und aufgewühlt. Ob Rob mich irgendwann auch mal so begrüßen würde? Vor allen anderen Leuten? Vielleicht sogar vor Fans?
Das wäre zu schön, aber wohl eher unrealistisch. Zumindest so lange, bis ich etwas freier damit umgehen konnte.
Aber Jackson und Ashley waren einfach ein perfektes Paar und die beste Vorlage. Wenn man die Beiden sah, wollte man sich am liebsten den eigenen Partner schnappen und hemmungslos rumknutschen.
Ein weiterer Grund nicht hinzuschauen.
„Die Beiden haben es endlich verstanden“, sagte Ashley zu Jackson und ich blickte zu den Beiden rüber. Jacksons fragender Blick galt mir, aber Ashley gab ihm die Antwort. „Robert und Kristen haben es endlich geschafft, klingelt’s?“
Jackson lachte. „Ach so, das meinst du. Ja, jetzt habe ich dich verstanden.“ Er strahlte mich an. „Herzlichen Glückwunsch.“
„Danke“, lächelte ich zurück.
„Aber es weiß noch keiner, oder?“, fragte er.
„Nein, aber das wird sich bald ändern. Je nachdem wer unsere kleine Wette gewinnt.“
„Welche Wette?“
„Das – “ Ich stockte. „Nein, egal. Ich gehe jetzt duschen.“
Doch ich schaffte es nicht zum Bad. Ashley versperrte mir entschlossen den Weg. Wenn ich heute noch was essen wollte, kam ich wohl nicht drum herum von unserer Wette zu erzählen.
Ich gab mich geschlagen und erzählte den Beiden was Rob im Falle meiner Niederlage von mir forderte.
„Er will, dass du für ihn strippst?“, fragte Jackson breit grinsend. „Hey, Ash, Schätzchen, wir müssen auch mal wetten.“
„Das kannst du auch ohne Wette haben“, hauchte Ashley zurück.
„Wow“, knurrte Jackson und küsste seine Freundin.
Es wurde immer peinlicher...
„Na gut, ich geh dann jetzt mal duschen. Ihr entschuldigt mich.“
„Ja“, echoten beide und ich verschwand schnell ins Bad, bevor mich noch etwas aufhalten konnte.
Kurz bevor die Badezimmertür ins Schloss fiel, hörte ich Jackson noch sagen: „Ob die beiden Konkurrenz für uns sind?“
Er kicherte und Ashley stimmte ein. „Nein“, hörte ich sie antworten. „Rob ist nicht mal ansatzweise so hübsch wie du, wir haben nichts zu befürchten.“
Ich grinste in mich hinein. Wollte Ashley etwa ein Kräftemessen?
Interessante Vorstellung, aber besser ich brachte erst einmal die Wette mit Rob hinter mich, bevor ich mich neuen Herausforderungen stellte.

© 2010 by Blutmädchen


Zum 17. Kapitel

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