Breaking Dawn Come True - 14. Kapitel

Breaking Dawn Come True
14. Kapitel: Die Wette

Kristens POV

„Michael?“ Mein verwunderter Aufschrei rief sofort Robs bitteren Gesichtsaudruck auf den Plan, was einerseits nicht verwunderlich war, mir aber definitiv nicht gefiel. Michael wusste nichts von Rob und mir und dabei sollte es eigentlich auch erst einmal bleiben. Doch unsere Position war einfach zu offensichtlich, so dass Abstreiten sinnlos war.
„Was machst du hier?“, stellte ich die einzige Frage, die wirklich Sinn machte. Was hatte Michael hier am Set zu suchen? So einfach kam man doch nicht hierher.
In dem Moment kam Jeanne zurück in den Raum und blickte uns einen nach dem anderen verwundert an. Ich auf Robs Schoß, Michael in der Tür. Wahrscheinlich ein Szenario für die Götter, wenn man selbst nicht in der beschissenen Position war.
„Michael“, sagte Jeanne und ging auf ihn zu. „Du bist schon hier?“
Michael sah erst mich an, dann Jeanne. „Ja, ich dachte mir die Einladung doch anzunehmen, auch wenn Kristen und ich nicht mehr zusammen sind muss unsere Freundschaft ja nicht darunter leiden.“
Michael und Jeanne waren wahrhaftig befreundet?
Jeanne seufzte. „Gott, Mike, wenn ich das vorher gewusst hätte, hätte ich dich außerhalb des Sets eingeladen, aber ich habe es eben erst erfahren.“ Dann sah sie mich an. „Kristen, es tut mir leid, ich wollte dich nicht in eine unglückliche Situation bringen, aber ich konnte ja nicht wissen – “
„Schon gut“, sagte ich beschwichtigend und stand auf. „Ich mache dir keinen Vorwurf.“ Ich blickte kurz zu Rob und der Blick, mit dem er Michael bedachte, gefiel mir noch weniger. Ich hatte Angst er könnte jeden Moment über ihn herfallen und ihn zerfleischen.
Auch wenn Mike und ich nie darüber gesprochen hatten, hoffte ich auf eine Freundschaft mit ihm. Nun, da er mich in Flagranti mit Rob erwischt hatte, würde das wohl schwieriger werden. Auch Mike sah Rob nicht gerade freundlich auch, auch wenn er grinste. Doch es war ein bitteres und freudloses Lächeln, dass mir die Nackenhaare zu Berge stehen ließ.
Die Luft schien mit Gewitterblitzen aufgeladen zu sein...
„Kristen“, sagte Jeanne plötzlich in scharfem Ton. „Ich hätte nicht gedacht, dass du mich anlügen würdest.“ Ihr Ton war vorwurfsvoll und ihre verengten Augen verliehen ihren Worten noch mehr Nachdruck. Auch wenn ich wusste, was sie meinte, musste ich nachhaken.
„Wovon sprichst du?“
Sie sah mich sauer an. „Du und Robert habt also nur Edwards Bissqualität in den Schatten stellen wollen?“ Ihr Blick wurde immer durchdringender und mir wurde mulmig. Besonders, als Michael laut auflachte.
„Ja klar“, grinste er vergnügt. „Kristen steht halt auf Typen mit Biss.“ Ich funkelte ihn wütend an und ballte die Fäuste. Doch ehe ich zurückschießen konnte, packte Rob meine Hand und zog mich an ihn.
„Du gehst jetzt besser, Mike“, sagte er scharf.
„Für dich immer noch Michael“, schoss dieser giftig zurück. „Robert.“ Er sprach Robs Namen schnaubend und verachtend aus, drehte sich um und ging ohne ein weiteres Wort raus. Jeanne ging ihm hinterher und ich war froh darüber, denn das hielt meine eigenen Beine und ihren automatischen Reflex zurück. Michael und ich waren nicht mehr zusammen und doch hatte ich das Gefühl ihm etwas schuldig zu sein und ihm hinterher rennen zu müssen.
„Alles in Ordnung bei dir?“, fragte Rob ganz dicht an meinem Ohr. Seine Nähe brauchte ich jetzt ganz dringend, auch wenn die Gefahr bestand, dass sich wieder jemand hierher verirrte und uns erwischte. Michael war eigentlich schon schlimm genug gewesen und Jeanne wusste nun, dass ich sie angelogen hatte... Sollte ich es auf weitere Peinlichkeiten ankommen lassen? Egal!
„Einigermaßen“, erwiderte ich mit leiser Stimme. Ich fühlte mich ziemlich mies. „Verdammt verrückte Welt“, fügte ich hinzu und Rob nickte zustimmend.
„Ich hatte mir den Start unserer Beziehung auch etwas anders vorgestellt.“
Das Robs Gedanken mit mir auf einer Wellenlänge waren beruhigte mich dann doch sehr. Ich stand nicht alleine da.
„Vielleicht sollten wir doch einfach dazu stehen“, sagte ich schließlich und beobachtete genau seine Reaktion. Seine Miene blieb unverändert, immer noch hart und angespannt. Er sah flüchtig zur Tür und gab mir dann einen langen leidenschaftlichen Kuss.
„Kris“, hauchte er sanft. „Du bist noch nicht bereit dafür.“ Rob hatte Recht, aber die Vorstellung weiterhin Freunde anlügen zu müssen machte mir mehr zu schaffen.
„Ja“, nickte ich. „Aber ich will nicht weiter lügen.“
„Wir belügen doch niemanden, wenn wir das erst einmal für uns behalten“, erwiderte er betont sachlich. Auch damit hatte er Recht... Der Mann war gerade besser als ich. Ich wollte einfach nur noch die weiße Flagge hissen und abhauen.
„Aber ich will dich küssen, mich an dich kuscheln. Ich würde es nicht ertragen dir nicht nah sein zu können.“ Das Geständnis trieb mir leichte Tränen in die Augen. Wir hatten einfach schon zu viel Zeit ungenutzt gelassen und jetzt wo wir einander endlich liebten und zumindest einander dazu standen, wollte ich keine weitere Minute mehr ohne Robs tröstende Wärme sein.
„Dann nimm dir doch einfach Edward“, sagte Rob leicht grinsend. „Hast du das Manuskript schon nach der ersten Kussstelle durchsucht?“
„Ja“; sagte ich kleinlaut. „Aber was, wenn ich mich nicht beherrschen kann und die Kameras völlig vergesse?“
Rob nahm meine Hand und küsste meine Fingerspitzen. „Dann werde ich dich schon zu bremsen wissen.“
Ich keuchte empört auf. „So sehr willst du mich also, ja?“, fragte ich beleidigt. „So sehr, dass dich meine Küsse kalt lassen würden?“
Er sah mich amüsiert an. „Ich bin halt einfach der bessere Schauspieler“, sagte er und reckte das Kinn.
„Na das werden wir noch sehen“, sagte ich eingeschnappt.
„Wird das eine kleine Wette?“, fragte er und seine Augen flackerten auf.
Ich dachte einen Moment nach. Eine Wette war gar keine schlechte Idee, denn es gab etwas, vor dem ich mich mit Freuden drücken würde und ich wusste, dass Rob wollte, dass ich es machte. Mir würde die verdammte Aufgabe zu teil werden den Anderen von unserer Beziehung zu erzählen. Wenn ich diese Wette gewinnen könnte, dann könnte ich diese Aufgabe an ihn abgeben und wäre fein aus dem Schneider.
„Okay“, sagte ich und versuchte mein breites Grinsen zu verstecken. Sinnlos. „Die Wette gilt. Wenn du verlierst, musst du den Anderen von uns erzählen.“
Jetzt sah er empört aus. „Das wollte ich, erinnerst du dich? Aber da hast du gekniffen. Nichts da, so einfach kommst du nicht davon. Du wirst es sagen, niemand sonst.“
„Du spielst nicht mit fairen Mitteln“, warf ich ihm vor.
„Du erst recht nicht“, konterte er. Wir mussten beide lachen. Rob gab sich dann schließlich doch geschlagen. „Na gut, ganz wie du willst. Ich werde die Wette eh gewinnen.“
„Freu dich nicht zu früh“, erwiderte ich schnurrend. „Und was muss ich machen, wenn ich verliere? Such dir ruhig was schwieriges aus. Ich bin siegessicher!“
Er tat als müsste er schwer nachdenken und zwickte sich in den Nasenrücken.
„Diese Aufgabenstellung sollte ich ernst nehmen. Ich will ja nicht, dass du hinterher weinst, weil du es nicht schaffst.“ Ich knuffte ihm hart in die Rippe. „Autsch“, keuchte er. „Du Biest!“ Ich grinste. Er zeichnete meine Lippen mit seinem Finger nach und an der Art wie sich sein Mund zu einem Lächeln verzog, wusste ich, dass es noch peinlich werden würde. Ich musste diese Wette ganz dringend gewinnen! „Ich will das du für mich strippst.“
Ich starrte ihn mit aufgerissen Augen und offenem Mund an. „Bitte was?“, schrei ich. „Du willst, dass ich strippe? Geht’s noch?“
„Mir ging’s nie besser“, entgegnete er lachend. „Ja, genau das will ich.“
Das war so typisch Mann. Aber ich war ja siegessicher, oder? Also sollte ich die Arschbacken zusammen kneifen und das nicht nur jetzt, sondern auch beim Dreh. Ich war stark genug! Und Rob war soooo unwiderstehlich nun auch nicht. Ein Blick in sein Gesicht belehrte mich eines besseren. Er war einfach unwiderstehlich. Scheiße. Aber wozu war ich eine Schauspielerin? Ich würde das schon schaffen!
„Deal“, sagte ich und hielt ihm meine Hand hin, damit er einschlagen konnte.
Rob lachte amüsiert. „Du bist dir echt so sicher?“
„Oh ja“, erwiderte ich und küsste seinen Mundwinkel. Er versuchte meine Lippen ganz zu bedecken, doch ich entzog mich ihm. „Siehst du“, kicherte ich. „So einfach kann das gehen.“
Rob sah mich halb belustigt, halb verärgert an. „Noch drehen wir aber nicht, also gib mir deine Lippen.“
„Du Kussjunkie.“
„Mit Vergnügen. Bei dieser Droge? Da kann keiner wiederstehen.“
„Ich liebe dich“, hauchte ich.
„Ich dich auch.“
Und seine Lippen legten sich erneut sanft auf meine und ließen mich dieses ganze Durcheinander vergessen...

© 2010 by Blutmädchen


Zum 15. Kapitel

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