Weil es mich gibt... - Kapitel 4

Weil es mich gibt...
4. Kapitel: Nessie vs. Emmett, Klappe die Erste

Renesmees POV

Auf dem Weg nach Hause, versuchte ich meine Gedanken unter Kontrolle zu bekommen, aber es gelang mir nicht. Dad würde alles haarklein sehen können, und das nur weil die letzte Nacht so fest in mir verankert war, dass ich an nichts anderes denken konnte. Das konnte noch peinlich werden. Jakes Worte und seine Nähe erregten mich immer noch und meine Gedanken fuhren Achterbahn. Ich wollte nicht daran denken, da ich Daddy auf keinen Fall so viel von meinem intimsten Moment preisgeben wollte, andererseits belebte mich allein schon die Erinnerung an Jakes Berührungen und machte mich schier wahnsinnig. Er hatte es endgültig geschafft und mich von unserer Liebe überzeugt – wir gehörten zusammen. Wenigstens war ein Problem gelöst, doch die restlichen quälenden Gedanken waren noch nicht ausgelöscht. Das hoffentlich erlösende Gespräch mit Daddy stand mir noch bevor, doch bis dahin versuchte ich all die negative Gedanken zu verdrängen. Schließlich hatte ich nun etwas, was es wert war mein ganzes Denken einzunehmen.
Als ich kurz vor unserem Haus stand fluchte ich laut. Ich durfte doch nicht daran denken. Verdammte Zwickmühle!
„Mir war so, als hörte ich jemanden fluchen.“ Emmett. Leichtfüßig sprang er von einem Baum und ich stolperte rückwärts.
„Verdammt, Emmett, hör auf mich zu erschrecken. Du bist die Pest“, giftete ich und war froh meiner innerlichen Wut gerade Platz machen zu können. Bei Emmett wusste ich, dass er mich nicht ernstnahm und sein breites Grinsen war oft ausschlaggebend, dass sich meine Wut auflöste und ich mit Emmett toben und lachen konnte.
„Das kleine Seeungeheuer ist maulig. Was hat das Seeungeheuer denn?“ Ich versuchte ihn zu ignorieren, doch meine Mundwinkel zuckten.
„Ah, das Seeungeheuer tut so, als wäre es taub. Hmm“, machte er und ich konnte mein Lachen nicht länger unterdrücken.
„Boah Emmett, verschwinde“, lachte ich. „Meine Bauchmuskel ertragen deine Anwesenheit nicht.“ Er tat als wäre er beleidigt.
„Nessie, da bist du ja wieder“, hörte ich Bella rufen. Ich ging zu ihr hin und umarmte sie kurz.
„Ich hoffe, ihr habt euch keine Sorgen gemacht. Ich war bei Jake“, sagte ich.
Edward kam hinzu. Seine Augen waren von flüssigem Gold und er lächelte. Sie waren also schon auf der Jagd gewesen.
„Das dachten wir uns schon. Ich konnte deine Mutter überzeugen euch alleine zu lassen.“ Edward zwinkerte mir zu. Ein kleiner Teil der letzten Nacht schob sich in meine Gedanken und ich blickte beschämt zu Boden. Jetzt weißt du es, Daddy, sagte ich bewusst. Es brachte nichts es Geheim zu halten. Ich hörte ihn leicht lächeln und blickte auf.
„Das ist in Ordnung, Nessie. Schäm dich doch nicht dafür. Es ist ganz natürlich. Auch wenn die Tatsache, dass du einen Hund liebst – “ doch weiter kam er nicht, denn ich war ihm schon auf den Rücken gesprungen.
„Du hast versprochen ihn nicht mehr ‚Hund’ zu nennen“, sagte ich erzürnt. Er überlegte kurz.
„Gut, dann... Köter? Räudiger Vierbeiner?“ Ich wuschelte ihm durch die Haare.
„Daddy!“
„Schon gut, schon gut. Jacob“, gab er sich geschlagen. „...der Hund“, flüsterte er leise in der Hoffnung ich würde es nicht hören.
„Das hab ich gehört, Daddy“, grinste ich. Er erwiderte mein Grinsen.
„Habt ihr jetzt alles geklärt?“, fragte Bella lachend und trat zu uns. Sofort rutschte ich von Daddys Rücken und stellte mich zwischen die Beiden. Wir umarmten uns.
„Gruppenkuscheln“, hörte ich Emmett brüllen und schon stürmte er dazu, umarmte mich ganz fest, so dass ich fast keine Luft mehr bekam.
„Emmett“, rief Bella.
„Ach Bella“, klagte Emmett. „Du musst mir auch jeden Spaß verderben. Ich liebe es das kleine Seeungeheuer zu ärgern.“ Klonk. Bella hatte Emmett einen Schlag auf den Kopf verpasst.
„Meine Tochter ist kein Seeungeheuer“, sagte sie in scharfem Ton und ich lachte laut los. Immer wieder die selben Themen und immer wieder der selbe Ausgang. Emmett ärgert mich. Bella regt sich auf und es endet in einem Wettkampf. Damit stand das Abendprogramm schon fest.
„Bevor es losgeht will ich aber noch mal jagen“, warf ich ein. „Ihr wart ja schon, aber wenn ihr wollt, könnt ihr mich ja gerne begleiten.“
„Ich begleite dich, kleines Seeungeheuer“, grinste Emmett, doch sogleich wurde er mit einem erneuten Schlag von Bella zum Schweigen gebracht.
„Nein danke, Emmett“, grinste ich. „Du schnappst mir immer die beste Beute vor der Nase weg. Außerdem bist du verfressen, so dass ich Angst haben muss nichts mehr abzubekommen.“ Emmett schaute mich empört an.
„Hast du das gehört?“, wandte er sich an Bella. „Deine Tochter beleidigt mich, und das ist okay?“
„Ja, ist es“, sagte Edward. „Nessie muss eben schlagfertig sein um gegen ihren bärenstarken Onkel anzukommen.“
Emmett überlegte kurz. „Ich liebe Wettkämpfe, besonders gegen Bella, vielleicht kann Nessie das ja noch toppen“, grübelte er.
„Oh nein, nein, nein, nein, Emmett, vergiss es. Das ist unfähr, gegen dich habe ich nicht die geringste Chance“, jammerte ich und sein Grinsen wurde immer breiter.
„Was ist denn hier los? Familienversammlung vor dem Haus?“ Rose, Alice und Jasper gesellten sich zu uns.
„Emmett will mit mir einen Wettkampf machen“, jammerte ich und flüchtete in Rose’ Arme. „Hilf mir.“
Rose schaute empört. „Emmett, schäm dich.“ Doch dann grinste sie. „An was hattest du denn gedacht, Emmett?“
„Waaaas? Rooose!“, protestierte ich, doch sie zwinkerte mir zu und ich verstummte.
Emmett witterte seine Chance. „Wir machen einen Parcours durch den Wald“, schlug er vor. „Alice tüftelt ein paar Aufgaben aus, die wir erledigen müssen und wer als erster die Ziellinie überquert, gewinnt.“ Man sah ihm an, dass er einen klaren Sieg witterte. Siegessicher schaute er mir ins Gesicht.
„Ich setze auf Nessie“, sagte Rose. Ich blickte sie überrascht an.
„Ich auch“, sagte Edward und grinste. Bella nickte ebenfalls zustimmend.
„Ihr habt den Verstand verloren“, klagte ich. „Das kann nicht euer ernst sein.“
„Doch“, erwiderte Rose. „Ich glaube an dich und ich weiß, dass du Emmett schlagen kannst. Denn es zählt nicht nur Kraft allein.“
„Aber –“ entgegnete ich, doch ich kämpfte eine verlorene Schlacht.
„Das wird super“, trällerte Alice. „Ich mache mich sofort an die Arbeit. Jasper? Magst du mir helfen?“ Breit grinsend liefen sie zurück ins Haus.
„Oh nein, womit hab ich das bloß verdient?“, klagte ich und ließ mich zu Boden sinken. Rose legte einen Arm um mich.
„Du schaffst das! Du bist nicht umsonst die Tochter deiner Eltern.“ Erstaunt blickte ich auf.
„Was haben denn meine Eltern damit zu tun?“, fragte ich.
„Bella und Edward haben, egal wie aussichtslos die Lage war, ihr Leben gemeistert und die schwerste Hürde war die Schwangerschaft mit dir. Das du lebst und alle anderen leben sollte dir zeigen, was man mit harter Arbeit, viel Willenskraft und Glauben anstellen kann.“
Mich überkam ein düsteres Gefühl, aber ich zwang mich, dem nicht nachzugeben. Stattdessen dachte ich an die Nacht mit Jake. Ich grinste.
„Okay. Danke, Rose, aber ich glaube ich habe eine viel effektivere Methode“, sagte ich und dachte daran, wie Jakes Küsse meinen ganzen Körper bedeckten.

© 2009 by Blutmädchen

zum 5. Kapitel

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