Weil es mich gibt... - Kapitel 3

Weil es mich gibt...
3. Kapitel: Ein neuer leidenschaftlicher Weg

Renesmees POV

„Jake?“, rief ich. „Bist du da?“ Keine Antwort. „Jacob?“
„Hallo Süße”, sagte Jake und sprang mir entgegen. Ich zuckte zurück. „Oh, tut mir leid, ich wollte dich nicht erschrecken.“
„Mach das nicht noch einmal, meine Sinne sind nicht so stark ausgeprägt, ich höre das nicht, wenn du dich so anschleichst“, maulte ich. Jake lachte und zog mich in eine Umarmung.
„Tut mir leid, Nessie. Kommt nicht wieder vor“, versprach er und ich küsste ihn. „Warum warst du vorhin so schnell weg?“, fragte er und ich drehte den Kopf leicht zur Seite.
„Ich brauchte ein paar Minuten für mich“, sagte ich mit gesenktem Blick. Jake hob mein Kinn ein Stück an, so dass ich ihn ansehen musste. Seine klugen Augen röntgen mich.
„Immer noch das alte Leid“, seufzte er und umarmte mich fester. „Nessie bitte erklär mir, warum du dich mit dieser Erinnerung so quälst. Schau dir deine Eltern an. Genau das ist das Leben, was wie für sie gemacht ist –“, doch ich unterbrach ihn schnell.
„Diesen Satz hättest du nie gesagt, wenn du nicht auf mich geprägt worden wärest.“ Es klang vorwurfsvoll und dafür hätte ich mich direkt ohrfeigen können. Ich wusste, dass es stimmte, aber ob es nun so war oder nicht: Es spielte keine Rolle, denn seither waren Jahre vergangen und dank der Prägung war das alles gar kein Thema mehr - zumindest für alle, außer mir.
„Nessie ich –“ Jake zögerte. „Ich –“ Doch er tat sich sichtlich schwer. Nie zuvor hatte ich ihn so um Worte ringen sehen.
„Was?“, fragte ich. Er schaute mir tief in die Augen und fasste, so sah es aus, einen Entschluss.
„Nessie, ich liebe dich, weil du Nessie und nicht, weil du ein Teil von Bella bist. Ich habe sie geliebt, aber das war in einer Zeit, an die ich mich kaum noch erinnern kann. Meine damaligen Gefühle haben sich in dem Moment von mir gelöst, als ich zum ersten Mal in deine wunderschönen Augen sah.“ Jake zog mich noch enger an sich und ich spürte seine Hand über meinen Rücken gleiten. Sanft küsste er mich. Einen Moment lang war ich wie benebelt und losgelöst von all meinen Sorgen. Seine Küsse und seine Berührungen hatten die Macht mich um den Verstand zu bringen. Die körperliche Seite unserer Beziehung war nie wirklich intensiv, doch ich spürte, dass Jake einen Schritt weitergehen wollte. Und das ausgerechnet jetzt? Doch ich konnte mich nicht gegen seine Leidenschaft wehren. Sein Funkenschlag ging auf mich über und das einzige was ich noch wollte, war er.
Mein Jacob, meine Liebe, mein Leben.
Er nahm mich hoch und trug mich in sein Schlafzimmer. Seine Körperwärme löste einen wohligen Schauer in mir aus und seine Küsse trugen dazu bei, dass ich mich ganz in dem Moment unserer Verbundenheit fallen lassen konnte. Unsere Küsse wurden immer wilder und langsam begann er mich auszuziehen. Es würde unser erstes Mal werden und ich hatte Angst, aber Jakes Sicherheit nahm mir jeden Zweifel und ich gab mich ihm hin.
„Entspann dich, Nessie“, flüsterte er mir ins Ohr. „Ich liebe dich, das werde ich immer tun.“
Der verführerische Klang seiner Stimme verhinderte, dass ich klar denken konnte und so sagte ich nur: „Ich will dich, Jake.“ Und dann betraten wir gemeinsam einen neuen Weg unserer Beziehung.

Schwer atmend lag ich auf ihm, seine Hände malten Kreise auf meinem Rücken, ich hatte meine Augen geschlossen und seufzte wohlig. Die letzte Nacht brannte in jeder Faser meines Körpers. Ich konnte nicht genug von Jake bekommen und so wie er mich angesehen hatte, ging es ihm wohl genauso.
Langsam hob ich meinen Kopf und drückte ihm einen sanften Kuss auf den Mund. Ohne zu zögern erwiderte er meinen Kuss, doch mit der selben feurigen Leidenschaft, wie in der letzten Nacht.
„Jake“, nuschelte ich an seinem Mund ich versuchte mich wegzudrehen, doch er ließ mich nicht los. Seine Zunge drängelte sich in meinen Mund und ich gab auf. Es gab keine Vernunft, die mir sagte, dass ich aufstehen und frühstücken sollte, oder das sich meine Eltern fragen könnten, wo ich wäre. Es gab nur Jake und mich, unsere Küsse, unserer Berührungen... Alles andere war egal.
Doch abrupt brach Jake ab und drehte seinen Kopf zum Fenster. „Das darf doch jetzt nicht wahr sein“, murmelte er und stand schnell auf.
„Was ist los?“, fragte ich mit leichter Panik in der Stimme.
„Seth. Ich habe völlig vergessen, dass er heute kommen wollte“, antwortete Jake verärgert. Ich grinste, stand auf und legte ihm meine Arme und den Hals.
„Danke für dieses wunderbare Gefühl, Jake. Es war unglaublich schön“, hauchte ich ihm ins Ohr und fing an seinen Hals zu küssen. Er schmeckte so unglaublich gut.
„Nessie“, begann Jake, aber ich erstickte seinen Protest mit einem Kuss.
„Jacob?“, ertönte es von draußen. Wiederwillig löste ich mich von ihm, gab ihm einen letzten Kuss, schnappte meine Klamotten und ging ins Bad um mich fertig zu machen.
Als ich in den Spiegel schaute erkannte ich mich kaum wieder. Meine Augen strahlten, meine Lippen waren leicht geschwollen und meine Wangen glühten. Ich fühlte mich so frei wie nie zuvor. Das, was letzte Nacht passiert war, hatte in mir einen Zweifel ausgelöscht: Jake und ich gehörten zusammen. Unsere Harmonie war in jeder Lage ausgeprägt und etwas besonderes. Für den Moment konnte ich alles vergessen.
Als ich fertig war ging ich zu Jake und Seth zurück.
„Hallo Seth“, strahlte ich und ließ mich auf Jakes Schoß sinken.
„Hey Nessie, ich wusste gar nicht, dass du auch hier bist“, sagte Seth. „Ich kann auch gerne ein andermal –“ Doch ich hörte Seth schon gar nicht mehr zu. Meine ganze Aufmerksamkeit galt Jake und er schaute mich genauso an, als wäre ich der einzige Mensch im Raum. Wir fingen an uns wild zu küssen. Ich krallte mich in seinen Haaren fest und wollte, dass es nie wieder endete. Diese neue Leidenschaft war so mächtig, dass ich an nichts anderes denken konnte.
Als wir uns nach einer gefühlten Endlosigkeit voneinander lösten, war Seth weg.
„Ich schätze jetzt weiß jeder, dass wir endlich den Schritt gewagt haben“, grinste Jake.
„Endlich? Wieso endlich?“, fragte ich überrascht. Jake grinste noch breiter.
„Schon seit längerem ging mir dieser Gedanke durch den Kopf und jeder aus dem Rudel und natürlich auch dein Vater wussten von meinen Absichten. Seth meinte es würde mal langsam Zeit werden, aber ich wollte dich nicht unter Druck setzen. Ich habe es versucht und du warst offen genug. Dafür danke ich dir, es war wunderschön.“ Wieder küsste er mich.
„Schön, wenn so was Privat bleibt“, grummelte ich leise vor mich hin.
„Keine Sorge, mein Schatz, diese Nacht wird nur uns beiden gehören. Du gehörst nur mir und so wie ich dich gestern Nacht erlebt habe, werde ich dich ganz sicher nicht teilen. Diese Bilder gehören nur mir. Aber was deinen Vater angeht übernehme ich keine Garantie, denn dafür bist du zuständig“, zwinkerte er mir zu und ich seufzte. Mom und Dad, dachte ich. Wie würden sie darauf reagieren?
„Es fällt mir schwer, aber ich glaube ich sollte mich mal langsam auf den Nachhauseweg machen, sonst machen Mom und Dad sich noch Sorgen.“
Doch ich wollte mich nicht von Jake lösen. Ich wollte ihn ganz nah bei mir spüren.
„Ich würde dich am liebsten auch noch bei mir behalten, aber du hast vermutlich Recht. Auch wenn sie wissen wo du sein könntest – es besteht immerhin die Gefahr, dass sie hier auftauchen und glaube mir –“ Jake grinste spitzbübisch. „ – das letzte was ich wollte, ist von deinen Eltern erwischt zu werden.“
Allein der Gedanke schüttelte mich. „Bleib realistisch, Jacob Black“, sagte ich in ernstem Ton. „Ich kann vor Dad keine Geheimnisse haben.“
„Versuch es“, antwortete er und ich gab ihm einen letzten Kuss ehe ich mich der mit Sicherheit vorhandenen Neugier meiner Eltern stellte.

© 2009 by Blutmädchen

zum 4. Kapitel

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