Weil es mich gibt... - Kapitel 17

Weil es mich gibt...
17. Kapitel: Der Traum

Renesmees POV

In meinem Traum war alles bunt. Die Glasscheibe, durch die ich nach draußen auf den farbenfrohen Baum schauen konnte, der Boden, auf dem meine kunterbunten Füße barfuss standen, Jakes Haare, die im Wind wehten. Alles hatte Glanz und strahlte. Ich lächelte. So gefiel mir die Welt. Farbenfroh. Weich. Glanzvoll. Ich entdeckte keinen einzigen schwarzen Flecken in dieser wunderschönen Farbenpracht.
„Ist es nicht wunderschön?“, fragte Jake und hauchte mir einen Kuss ins Haar. Ich seufzte wohlig.
„Ja“, flüsterte ich. Und obwohl ich flüsterte, hörte ich meine Worte im Wind wiederhallen. Jake blickte mich verliebt an. So hatte er mich noch nie angesehen. In seinen Augen tanzten Glück und Zufriedenheit einen Walzer und ich konnte mich gar nicht satt daran sehen. „Es ist perfekt“, fügte ich hinzu und legte meine beiden Hände an Jakes Wangen. Ich zeigte ihm sein wunderschönes engelhaftes Spiegelbild, den Glanz, die Freude, die Zufriedenheit.
„Oh, Nessie“, stöhnte er und küsste mich. „Wenn ich doch bloß die Chance hätte dir zu zeigen wie viel schöner du in meinen Augen bist.“ Er seufzte. „Du bist so wunderschön, Nessie. Leider werden es immer nur meine Worte sein, die ich dir geben kann.“
„Aber das ist schon mehr, als mir je erträumt habe“, flüsterte ich sanft und lächelte. Jake zog eine Augenbraue hoch.
„Du bist perfekt, Nessie“, sagte er voller feierlichem Ernst. „Du gehörst in diese perfekte Welt und dein Leben soll für immer perfekt sein.“ Dann legte er sanft seine Hand auf meinen Bauch. „Ich bin so glücklich, dass auch unser Baby in dieser farbenfrohen Welt einen Platz finden wird.“
Mit einem Mal wurde der Traum zu einem Albtraum. Als ich an mir heruntersah, sah ich, dass an der Stelle, wo Jakes Hand geradezu leuchtete, urplötzlich alles Licht aufgesaugt wurde.
Mein Bauch war ein klaffendes schwarzes Loch, dass allen Glanz in sich einsaugte. Jakes Hand wurde schwarz und die Schwärze zog sich ganz langsam an seinem Arm hoch.
Ich schrie auf.
Mit einem Ruck wachte ich auf. Der Schweiß lief über meine Stirn, meine Hände waren zu Fäusten geballt und meine Augen weit aufgerissen. Ich zog mir das T-Shirt ein Stück hoch um meinen Bauch zu untersuchen, aber da war nichts schwarzes. Langsam atmete ich durch.
Etwas Kühles berührte meine Hand.
„Beruhige dich, Nessie.“ Das war Edward. Langsam drehte ich meinen Kopf in seine Richtung, ohne ihn anzusehen. „Du hast nur schlecht geträumt. Kein Grund zur Sorge“, versuchte er mich zu beruhigen. Doch seine Worte kamen zu spät, denn ich wusste längst, was das alles bedeutete.
Das Ding war ein Problem. Alles, was auch nur annähernd damit in Berührung kam würde sich in etwas schwarzes kaltes verwandeln. Ich sah überall nur noch Schwarz und fühlte die eisige Kälte, wie sie meinen ganzen Körper auskühlte und zu Eis gefrieren ließ.

© 2009 by Blutmädchen

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