A (Vampire) Dream Come True - 7. Kapitel

A (Vampire) Dream Come True
7. Kapitel: (Wunderschöner) Glanz

Bellas POV

Kein Stück des Waldes kam mir bekannt vor. Aber vielleicht lag es auch einfach daran, dass jeder Flecken Wald gleich aussah. Ich wusste nicht, ob ich in die richtige Richtung ging, aber ich lief einfach weiter, in der Hoffnung doch etwas zu finden, was mir bekannt vorkam. Die Vögel zwitscherten über mir und die frische Luft kühlte meine Nase. Ich fand es etwas kalt, hatte aber nicht daran gedacht meine dickere Jacke anzuziehen. Die leichten Sonnenstrahlen blieben einfach in den Baumspitzen hängen und fanden keinen Weg den Boden zu berühren.
Ich lief weiter und dachte nach. Was sollte ich ihm sagen, wenn ich ihn fand? Zoe hatte mal so leicht reden, aber leicht war es absolut nicht... Mein Wortschatz schien einfach nicht über solche Worte zu verfügen, die anderen erklären konnten, wie ich mich wann und warum fühlte. Edward würde mich am allerwenigsten verstehen...
Plötzlich blieb ich stehen. Wo war ich hier? In diesem Teil des Waldes war ich noch nie gewesen. Es war eine kreisrunde Lichtung, die von der Sonne richtig schön in Szene gesetzt wurde. Ein wunderschöner Ort. Ein verträumter Ort. Ich konnte einfach nur staunen.
„Bella“, hörte ich eine überraschte Stimme direkt in meiner Nähe, doch ich antwortete nicht. Dieser Ort hatte mich verzaubert.
„Was machst du denn hier?“ Die Stimme kam näher. Ich wollte einen Schritt vor gehen, übersah jedoch eine Baumwurzel und wurde abrupt aus meinen Träumerein gerissen. Der Waldboden kam immer näher. Vor lauter Schreck konnte ich nicht mal schreien. Doch meine Nase berührte den Boden nicht, dafür etwas weiches, was verdammt gut roch. Ein Geruch, den man mit keinem Wort der Welt beschreiben konnte. Köstlich. Unglaublich.
„Hast du dich verletzt?“, hörte ich eine Stimme direkt an meinem Ohr. Endlich reagierte ich darauf. Es war eine samtweiche Stimme, die schönste Stimme, die ich je gehört hatte. Edward. Ich lag in seinen Armen. Er hatte mich aufgefangen.
Mein Gehirn konnte nur noch von A nach B denken. Ich schüttelte leicht den Kopf um mehr Buchstaben zurückzugewinnen und brachte ein schüchternes „Danke“ raus. Wenigstens etwas.
„Keine Ursache“, kicherte Edward. „Meinst du, du kannst jetzt alleine stehen?“
Am liebsten hätte ich seine Frage verneint, denn das bedeutete, dass er mich loslassen müsste und das wollte ich gerade absolut nicht. Seine Nähe ließ leichte Hitzewellen in meinem Körper entstehen, mein Herz pochte so laut, dass er es bestimmt hören konnte und ich bekam eine Gänsehaut. Es war ein prickelndes Gefühl auf der Haut.
„Ja, ich denke schon“, hörte ich mich stattdessen sagen. Langsam und vorsichtig ließ Edward mich los. Die Beine unter mir fühlten sich meinem Körper aber nicht ganz zugehörig und knackten unter mir weg. Ich fühlte mich wie Butter. Edward kicherte.
„Du hast recht. Wenn man liegt kann man die Magie dieses Ortes viel besser auf sich wirken lassen.“
Ich wollte mich eigentlich nicht hinlegen, aber als ich hochsah hatte mich der Zauber erneut gepackt und verhinderte einen weiteren klaren Gedanken.
„Wow.“
„Ja, es ist atemberaubend“, stimmte Edward zu. Das Gras neben mir bewegte sich und ich nahm aus den Augenwinkeln war, dass Edward sich neben mich legte. Ich erstarrte. Was machte ich hier? Verdammt, so war das gar nicht geplant. In kürzester Zeit war ich ihm verdammt nahe gekommen, ohne es beabsichtigt zu haben. Am liebsten wäre ich wieder davongerannt, zwang mich dann aber an das Gespräch mit Zoe zu denken und an den Grund, warum ich sie angerufen hatte. Ich war schon einmal weggerannt, und vielleicht würde er mich nie fragen warum ich weggerannt war. Wenn ich es jetzt wiederholte, dann würde ich diese Frage zwangsläufig heraufbeschwören und dieser Moment, jetzt, an diesem wunderschönen Ort, mit Edward ganz nah bei mir, wollte ich einfach nur die Atmosphäre aufsaugen und die Sonnenstrahlen genießen.
„Du liebst die Sonne also auch?“, fragte Edward und erinnerte mich an seine Anwesenheit, die ich fast, für einen kurzen Augenblick vergessen hätte. „Ich finde die Sonne einfach traumhaft. Wie sie die Haut wärmen kann. Und die einzelnen Strahlen, die Lichtertänze vollführen. Wie sie mit den Schatten spielen. Es fasziniert mich. Ohne Sonne wäre das Leben einfach zu dunkel und wer mag schon die Dunkelheit?“ Er schloss mit einer Frage und sah mich neugierig an.
Edward liebte die Sonne und sprach über sie, wie ein Verliebter über seine frischgebackene Frau. Und das an einem Ort, wo selten die Sonne schien...
„Warum lebst du dann nicht an einem anderen, sonnigerem Ort?“, wollte ich wissen. „Forks ist schließlich eher eine Regenstadt.“
Edward lächelte verlegen.
„Na ja, ich liebe die Sonne, aber zu viel Sonnenbestrahlung tut mir auch nicht gut“, antwortete er.
„Das verstehe ich nicht“, sagte ich verwirrt.
„Ist nicht so wichtig“, grinste er. „Sag mir lieber wie du diesen Ort gefunden hast und warum du nicht mit mir zusammen herkommen wolltest.“
„Mit dir zusammen? Wann?“ Ich war völlig perplex. Edward lachte.
„Ja, ich habe dich eingeladen mit mir hierher zu kommen. Diesen Ort meinte ich. Aber du bist weggelaufen.“ Sein Lächeln verschwand nicht, aber seine Züge nahmen einen grüblerischen Ausdruck an. Ich wurde rot und schaute schnell zu Boden.
„Hättest du gesagt, wo du hingehen möchtest wäre ich bestimmt mitgekommen“, versuchte ich die Situation zu überspielen.
„Aber wenn du den Ort doch nicht kennst?“, konterte er. „Meine Meinung muss schließlich nicht deine Meinung sein, auch wenn es ganz offensichtlich so ist. Der Glanz in deinen Augen ist mindestens genauso schön, wie diese Lichtung, wenn nicht sogar schöner.“
Die Erwiderung auf den ersten Teil seiner Aussage lag mir schon auf der Zunge, ehe der zweite Teil alles vergessen ließ.
„Ha…Hast du... Wie.. Wie meinst du das ?“ stotterte ich. Das konnte doch nur ein Traum sein.
„Deine Augen glänzen. Es ist wunderschön“, wiederholte er seine Worte.
Ich wusste nicht was ich sagen sollte...
„Da... Danke“, sagte ich.
Edward lächelte liebevoll.
„Bitte schön. Ich meine es völlig ernst. So einen wunderschönen Glanz habe ich noch nie gesehen und es – “ Er brach ab. Ich sah ihn an – was ein Fehler war, denn ein Blick in diese wunderschönen Augen vernebelte mir mein klares Denken – doch diesmal wich er meinem Blick aus.
Er schloss seine Augen und nahm meine Hand in seine. Ich erstarrte, zog aber nicht zurück.
„Lass uns einfach nur diesen Moment genießen“, sagte Edward. „Du hast diesem Ort noch mehr Glanz geschenkt und davon möchte ich soviel aufsaugen wie ich kann.“

© 2009 by Blutmädchen

zum 8. Kapitel

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Huhu Ihr Lieben Mitschwimmer :)

Wenn Ihr möchtet, dürft Ihr gerne ein paar Wellen ~ äh, Kommentare hinterlassen. Oder auch ein paar Fische *~*
Ich freue mich über alles, was Ihr da lasst ♥
Als Dank habe ich immer ne Packung Celebrations und ne fette Keksdose für Euch bereit stehen. Bedient Euch und kommt ruhig öfter zum rumkrümmeln vorbei ♥

Klickernde Grüße,
Tascha