A (Vampire) Dream Come True - 5. Kapitel

A (Vampire) Dream Come True
5. Kapitel: (Keine) Vampire

Bellas POV

Der Schultag war in allen Punkten die perfekte Verkörperung meiner Vorstellung einer Hölle und ich konnte es kaum erwarten endlich zu Hause zu sein. Charlie fragte mich wie mein Tag war und ich log, denn auf Einzelheiten, die die Erinnerungen für mich wieder lebendig machen würden, hatte ich jetzt absolut keinen Nerv. Er schien zu verstehen in welcher Laune ich war und ließ glücklicherweise von mir ab.
Wütend stampfte ich in mein Zimmer und stöhnte auf. Es gab noch so viel zu tun! Darauf hatte ich jetzt absolut keine Lust, aber es musste ja gemacht werden also machte ich mich wiederstrebend an die Arbeit.
Drei Stunden später waren alle Möbel an ihrem Platz, der Kleiderschrank eingeräumt und ich saß mit einem Buch auf dem Bett.
Doch ich schaffte es nicht mich auf das Lesen zu konzentrieren. Ständig sah ich Edwards Gesicht vor meinen Augen und allein der Gedanke an ihn brachte mein Blut zum kochen. Er war definitiv anders als alle Jungs, die ich bisher kennen gelernt hatte, aber was machte ihn so anders – so besonders? Und warum dachte ich überhaupt an ihn? Er hatte mich ausgeknockt, sich dann auf meine Kosten amüsiert und seinen Extralehrerbonus hatte er auch mir zu verdanken. Ich müsste allen Grund haben diesen Typen zu verabscheuen. Zumindest pflegte ich sonst so mit solchen Situationen umzugehen. Aber Edward war nicht so, wie er bei unserem späteren Gespräch bewiesen hatte. Seine Einstellung war vernünftig, wir waren sogar einer Meinung gewesen.
Ich legte das Buch aus der Hand, rollte mich auf die Seite und versuchte an nichts zu denken. Das war alles andere als leicht, aber nach einer gefühlten Endlosigkeit schaffte ich es doch.
Der Tag war noch lange nicht zu Ende und ich überlegte, was ich machen könnte. Leselust hatte ich keine, also entschied ich mich für eine DVD. Aber welche? Meine Vampirfilme boten eine große Auswahl und die Entscheidung fiel mir nie leicht, aber heute war es noch schwerer. Nicht, weil ich die Auswahl so groß war, sondern weil ich keine Lust auf einen Vampirfilm hatte.
War ich krank?
Nicht mehr ich selbst?
Beides war möglich, aber ich glaubte die Ursache zu kennen: Vampire waren für mich immer faszinierend gewesen. Einmal in ihrem Bann und ich konnte nicht mehr fliehen. Der perfekte Mann, dachte ich immer. Nie zuvor hatte es etwas gegeben, was mich so angezogen hatte – bis heute!
Grrrrr!!!!
Und wieder war Edward in meinen Gedanken. Das durfte doch nicht wahr sein. Konnte ich nicht einfach mal NICHT an ihn denken? Was hatte der Typ in mir ausgelöst? Es war mir fremd und gleichzeitig so vertraut, aber vorher kam diese Vertrautheit? Ich hatte nie Interesse an einem Jungen gehabt – konnte also auch keine Vergleiche ziehen.
Das alles war völlig bescheuert.
Der erste Tag in der neuen Schule und alles stand Kopf?
Ich musste raus an die frische Luft – einen klaren Kopf bekommen. Edward hatte zu viel Platz in meinen Gedanken eingenommen - soweit durfte ich es nicht kommen lassen! Nicht, wenn ich noch friedlich in die Schule gehen wollte.
Charlie war arbeiten, also musste ich mich nicht der Diskussion stellen, ob ich Forks nun doch mögen könnte. Schließlich brauchte ich nur frische Luft und wollte keine Stadterkundung machen.
Widerwillig gab ich Forks einen weiteren Punkt. Das Wetter passte gerade ganz gut um meine Gedanken abzulenken.
Ein Rundumblick machte mir klar, dass ich in der größten Einöde der Welt stand. Überall nur Wald.
„Was soll’s“, murmelte ich und stapfte in den Wald.
Nach einer halben Stunde setzte ich mich auf den Waldboden. Es war nicht mal unangenehm – im Gegenteil: Es half mir dabei einen klaren Kopf zu bekommen.
Du wirst jetzt nicht an Edward denken, verordnete ich mir. Du denkst jetzt nur an das Grün um dich herum, an die frische Waldluft, an die Rufe der Tiere...

Ein Geräusch direkt hinter mir schreckte mich auf. Blitzartig sprang ich auf und drehte mich um. Vor mir stand... Nein... Das musste ein Traum sein. Ein Albtraum! Edward? Was machte er hier? Wie kam er hierher?
„Hallo Bella, entschuldige, ich wollte dich nicht erschrecken“, sagte er und betrachtete mich von oben bis unten. „Ich hätte nicht gedacht, dass sich jemand hierher verirren würde“, fuhr er fort und machte eine Handbewegung zu den Bäumen.
„Du hast dich doch auch hierher verirrt“, murmelte ich säuerlich und hätte ihm am liebsten ins Gesicht geschrieen, dass er verschwinden sollte – ich wollte nicht an ihn denken und ihn schon gar nicht sehen. Die Sportstunden in der Schule würden so oder so schon grausam genug werden.
Edward lächelte.
„Ich habe mich nicht verirrt. Ich bin jeden Tag hier.“
„Oh“, brachte ich nur hervor und sah ihn neugierig an. Was ihn wohl jeden Tag in diese Einöde trieb?
„Ich komme hier vorbei, wenn ich zu meinem Lieblingsplatz gehe“, sagte Edward, als hätte er meine Gedanken mitbekommen.
„Lieblingsplatz? Im Wald?“ Wie war der denn drauf?
Edwards Grinsen wurde breiter.
„Komm mit, dann zeig ich dir was ich meine. Ich wette du wirst begeistert sein.“
Abwartend sah er mich an. Ich konnte nichts erwidern. Was ging hier vor? Auch wenn dieses Treffen reiner Zufall war: Lud Edward mich etwa zu einem gemeinsamen Nachmittag ein? Das war völlig verrückt.
Refelexartig schüttelte ich den Kopf.
„Nein, danke, vielleicht ein andermal.“
Ohne ein weiteres Wort drehte ich mich um rannte nach Hause. Ich wusste nicht ob es der richtige Weg war, aber ich musste hier einfach weg. Die Panik hatte mich gepackt und ich wäre der Ahnungslosigkeit fast in die Arme gelaufen.
Nicht nur, dass Edward etwas neues in mir ausgelöst hatte, er stellte alles in den Schatten, was ich je erlebt oder gehört hatte. Ich durfte nicht zulassen, dass er mein Leben noch mehr durcheinander brachte – zumindest bis ich wusste was in mir zum Leben erweckt worden war.

© 2009 by Blutmädchen

zum 6. Kapitel

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