A (Vampire) Dream Come True - 4. Kapitel

A (Vampire) Dream Come True
4. Kapitel: Ein (erstes) vernünftiges Gespräch

Bellas POV

Sobald mein Kreislauf es zuließ ging ich zum Sportunterricht zurück. Ich zweifelte nicht daran, dass ich mich die restliche Stunde ruhig hinsetzen konnte, aber ich wollte einfach dabei sein. Ich wollte Edward sehen. Er zog mich geradezu magnetisch an. Ich wollte diesen fremden Gefühlen in mir auf den Grund gehen, heraus finden was in mir diese Gefühle auslöste.
Als ich in die Sporthalle zurück kam spürte ich Edwards Blick auf mir ruhen. Er folgte mir zur Bank und als ich in seine Richtung sah, schaute er schnell weg. Es konnte nicht an mir liegen, dass er sich plötzlich so komisch benahm. Ich hatte nichts schlimmes gesagt – im Gegenteil, schließlich hatte er seinen Spaß gehabt – dank mir!
Ich wurde absolut nicht draus schlau.
Dann kam Coach Clapp und erkundigte sich nach meinem Befinden. Mir war das alles unendlich peinlich. Ich hoffte nicht allzu lange Gesprächsthema zu sein...
„Dann kommt mal alle in den Kreis“, forderte Coach Clapp die Klasse auf. „Das Handballteam steht fest. Janelle Kingdon im Tor“, er blickte ein rothaariges Mädchen an. „Charlize Hudson“, ein dunkelhaariges, pummeliges Mädchen juchzte begeistert auf. „Timothy Pale, Jonathan Coley, Benjamin Hoop, Emmett Cullen und, ich kann nicht anders, seine Stärke hat mich heute wieder enorm beeindruckt, Edward Cullen.“ Coach Clapp sah zu Edward und strahlte ihn stolz an. „Edward, dass du Isabella heute so ausgeknockt hast zeigt deine Stärke und Kraft und auch wenn du so oder so mit ihm Team gewesen wärst – das hat mich zusätzlich in meiner Entscheidung bestärkt.“
Edwards Grinsen war wieder im Ansatz zu erkennen. Ich glaubte mich verhört zu haben. Wurden Leute, die andere niederschlugen – ob mit Fäusten oder Bällen, ganz egal – nicht eher bestraft, statt belohnt, oder hatte Forks seine ganz eigenen Gesetze?
„Er wird dafür auch noch belohnt?“, platzte es lautstark aus mir heraus. Meine Empörung verdrängte das Schamgefühl, auch wenn alle Augen auf mich gerichtet waren. Keiner sagte etwas. Coach Clapp taute langsam auf und lächelte.
„Miss Swan, Mr. Cullen spielt, seit er auf diesem College ist, jedes Jahr bei diesem Handballturnier in der ersten Mannschaft, er hätte es also sowieso ins Team geschafft. Ich finde es lediglich beeindruckend, dass sich jemand mit solcher Stärke für sein Team einsetzt und das beeindruckt mich.“
„Oh ja, mein Kopf ist auch schwer beeindruckt“, erwiderte ich sarkastisch. Edward lachte laut auf. Ich schenkte ihm einen funkelnden Blick.
„Schön, wenn ich helfen konnte“, sagte ich zu ihm und stakste in Richtung Umkleidekabine – es hatte gerade eben geschellt. Wütend pfefferte ich meine Schuhe in den Rucksack und zog mich um. Ich wollte so schnell wie möglich hier raus.
Erst als ich die Sporthalle verlassen hatte, atmete ich tief durch und dachte über die Schlüsselszene nach, die mich gerade so wütend machte.
Es war weder Edward, der mich erst in diese Lage gebracht hatte, noch der verletzte Stolz nicht beim Turnier dabei sein zu können – so was kam bei mir erst gar nicht vor. Es war Coach Clapps Verhalten. Durch seine Äußerung hatte er überdeutlich gezeigt was er von Edward hielt. Er war sein Lieblingsschüler. Das war den Anderen gegenüber unfair und ich hasste Ungerechtigkeiten.
Langsam wich die Wut aus meinem Körper. Ich atmete tief ein und aus und nahm mir vor in Zukunft die Klappe zu halten. Bei Coach Clapp war ich garantiert unten durch.
„Hey, Bella“, ertönte es direkt hinter mir. Edward stand vor mir und lächelte mich an.
„Hi Edward“, murmelte ich reflexartig und drehte mich wieder um.
„Bist du immer noch sauer, weil ich dich getroffen habe, oder ist es, weil ich im Team bin?“
„Weder noch“, antwortete ich. „Er hätte sich diesen letzten Satz einfach sparen können.“ Ich drehte mich zu Edward um. „Du hast es verdient in die Mannschaft zu kommen, aber Coach Clapp muss es doch nicht so darstellen als wären alle anderen Schüler nur ein Haufen Idioten, die keine Ahnung vom Handball haben. Ich hasse es, wenn Leute bevorzugt werden.“
Edward überraschte mich mit einer ernsten Miene.
„Endlich jemand, der es genau wie ich sieht“, sagte er.
„Wie bitte? Was?“, fragte ich völlig verdutzt.
Edward runzelte die Stirn.
„Das“, er deutete mit seinem Zeigefinger in Richtung Sporthalle, „geht jetzt schon seit Jahren so und es nervt mich tierisch.“ Edwards Mund verzog sich zu einem bitteren Lächeln.
„Von Anfang an, seitdem er mich spielen sah, ist er voreingenommen und erwartet immer die größten Großtaten. Zum Glück setze ich mich nicht selbst unter Druck und schaffe es auch immer den Anforderungen gerecht zu werden, aber er weiß schließlich, dass ich es kann, da könnte er auch anderen eine Chance geben, die genauso viel Talent haben.“
„Wow“, brachte ich gerade so heraus.
Edward sah mich überrascht an. „Was? Warum wow?“, fragte er.
Ich druckste rum.
„Na ja, es wundert mich einfach, dass es auch Menschen gibt, die sich nicht in den Vordergrund drängeln wollen und gerne anderen den Vortritt lassen können. So was kann nicht jeder.“
„Du setzt dich doch auch für andere ein“, gab er zurück.
Ich lächelte verlegen.
„Hast du jetzt auch aus?“, fragte Edward plötzlich.
„Ähm, ja, Sport war meine letzte Stunde“, antwortete ich und sah auf meine Uhr.
„Wie kommst du nach Hause?“
„Mein Dad holt mich ab“, sagte ich.
„Oh, okay, sonst hätte ich dich eben nach Hause gefahren.“
„Danke, Edward.“ Ich lächelte.
„Keine Ursache. Bis morgen dann“, sagte er und drehte sich um.
„Bis morgen“, sagte ich und sah ihm nach.
Diese Bewegungen... So elegant, fließend – wie ein Model. Ich suchte nach einem einzigen Wort für ihn, war aber unsicher, ob „perfekt“ ausreichend war.
Nachdenklich lief ich zum Parkplatz und sah Edward gerade in seinem Volvo davon fahren. Er hob kurz die Hand zum Gruß und ich drehte mich überrascht um, in dem Glauben hinter mir noch jemanden anderen zu sehen, an den der Gruß gerichtet war, aber da war niemand. Er meinte also wirklich mich. Verlegen hob ich die Hand und winkte kurz.
Zum zweiten Mal an diesem Tag wusste ich mit seinen Reaktionen nichts anzufangen.

© 2009 by Blutmädchen

zum 5. Kapitel

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