A (Vampire) Dream Come True - 3. Kapitel

A (Vampire) Dream Come True
3. Kapitel: Eine (ernste) Schwärmerei

Bellas POV

Langsam kam ich wieder zu mir. Erst war alles schwarz, dann wurde ich vom Licht geblendet. Was war passiert? War ich tot? Edward. Der Ball. Licht. An mehr konnte ich mich nicht mehr erinnern. Wo war ich? Mühsam öffnete ich die Augen und das erste was ich sah, war Edwards breites Grinsen. Es war so nah, dass ich erschrocken hochfuhr und mich hastig aufsetzte.
„Na da ist ja mal ein Temperamentsausbruch, dir geht es also wieder gut.“ Edward lachte.
Wie unverschämt! Sah ich es also richtig und ihm hatte ich den Umstand dieser Peinlichkeit zu verdanken?
„Du hast mich mit deinem Ball abgeschossen“, sagte ich vorwurfsvoll.
Sein Grinsen wurde immer breiter. Das war ja an Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten!
„Und dabei war es nur ein leichter Wurf“, grinste er.
„Nur?“, fragte ich schnippisch. „Was heißt hier ‚Nur ein leichter Wurf’! Du hast mich ausgeknockt!“
„Was kann ich denn dafür, wenn du umfällst und dir den Kopf aufschlägst?“, verteidigte er sich. Sein Grinsen verschwand nicht. Am liebsten hätte ich ihm eine reingehauen.
„Ich bin tollpatschig, dass gebe ich zu, aber diese Situation habe ich dir zu verdanken.“
Edward schaute mich entschuldigend an. Moment mal! Entschuldigend? Ja, er schaute tatsächlich entschuldigend. Kaum zu glauben, aber sein Grinsen war verschwunden.
„Es tut mir ausgesprochen Leid, dass ich dich in diese Lage gebracht habe. Verzeihst du mir?“
Ungehobelter Typ, dachte ich säuerlich. Aber wenn es drauf ankam war er ganz nett. Zumindest machte es den Anschein.
„Okay“, seufzte ich. „Ich verzeihe dir, aber nur, wenn ich in Zukunft in deinem Team spielen darf.“
Sein Grinsen kehrte zurück. „Abgemacht“, stimmte er zu.
„Gut“, lächelte ich und versuchte aufzustehen – keine gute Idee! Mein Kopf rauschte, die Farben verschwammen vor meinen Augen und ich plumpste zurück auf das Krankenbett. Edward packte mich am Arm. Seine Hand war eisig kalt. Erschrocken zuckte ich zurück. Als ich ihn ansah wich er meinem Blick aus und sagte nur „Langsam und sachte, sonst verletzt du dich noch.“
„Du meinst noch mehr verletzten, als eh schon?“, fragte ich mit leicht bissigem Unterton, in dem aber auch ein leicht verwirrter Unterton mitschwang. Seine kalte Hand, seine unerwartete Nähe machte mich nachdenklich und löste in mir etwas aus, was ich noch nie zuvor gefühlt hatte. Ich bekam eine Gänsehaut und mein Herz schlug mir bis zum Hals. Noch nie hatte ich so eine kalte Hand berührt. Es war seltsam. Und warum spürte ich Hitzewellen meinen Körper rauf und runter gleiten?
Gerade als ich ihn darauf ansprechen wollte steckte die Krankenschwester ihren Kopf zur Tür rein.
„Wie schön, Sie sind wieder wach, Miss Swan. Wie geht es ihrem Kopf?“
„Mir ist noch etwas schwindelig, aber sonst ist alles in Ordnung“, antwortete ich.
„Gut, dann bleiben Sie noch ein bisschen liegen und wenn Sie meinen es geht wieder, können Sie ja in den Unterricht zurück.“ Dann wandte sie sich an Edward. „Coach Clapp sucht Sie, Mr. Cullen.“
Edward nickte und die Krankenschwester verschwand.
„Ich gehe dann mal wieder in den Unterricht“, sagte Edward, sah mich dabei aber nicht an, was mich noch mehr verwirrte. Bis gerade hatte er noch gelacht und sich auf meine Kosten amüsiert – und jetzt? Er machte einen traurigen und verletzten Eindruck. Was war los mit ihm?
„Okay, ich komme gleich nach“, erwiderte ich und Edward verschwand.
Langsam ließ ich mich in die weichen Kissen zurücksinken. Seine Stimmung war so schlagartig umgeschlagen... War er immer so drauf?
Ich blieb noch eine Weile liegen und dachte an Edward. Er sah wahnsinnig gut aus. Seine verwuschelten Haare und erst diese Augen. Wie konnte man nur so verboten gut aussehen? Noch nie war mir so jemand begegnet. Niemals zuvor war ich einen Jungen begegnet, den ich gutaussehend fand. War nun dieser Moment gekommen? Hatte ich einen Jungen gefunden von dem ich schwärmen konnte? Wie ungewohnt... Sonst schwärmte ich immer nur für fiktive Charaktere, hauptsächlich für Vampire, weil ich nie einen Jungen fand der Aufregend war oder mich faszinierte. Edward schien definitiv ein besonderer Junge zu sein. Irgendwas zog mich zu ihm hin...
Zoe, meine beste Freundin, hatte alle Verkupplungsversuche aufgegeben und mich als hoffnungslosen Fall abgestempelt, der wohl nie einen Typen kriegen würde, weil der Anreiz gar nicht da wäre. Was Zoe wohl sagen würde, wenn ich ihr von Edward erzählen würde? Sie würde sich garantiert sofort auf seine Lauer legen und alles daran setzen mich zu verkuppeln. Ich erzählte ihr also besser nichts davon – zumindest fürs erste. Ich wollte Edward erst selbst richtig kennen lernen, mir eine richtige Meinung über ihn machen, ehe ich mich auf irgendwas einließ, was mir fremd war.
Und überhaupt: Warum sollte sich Edward mit jemandem wie mir abgeben? Er könnte jedes Mädel haben. Hatte er denn überhaupt eine Freundin?
Oh man... Ich machte mir wieder eindeutig zu viele Gedanken!

© 2009 by Blutmädchen

zum 4. Kapitel

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