Und plötzlich trifft es dich

Und plötzlich trifft es dich

Titel: Und plötzlich trifft es dich
Genre: Frei erfunden
Hauptperson/en: Eine Frau, dessen Name unbekannt ist. Man vermutet, sie heißt Anna
Geschrieben am: 14.06.2005
Fertig gestellt am: 14.06.2005
Letztes Update: 14.06.2005

Story Copyright by Blutmädchen

Schon seit Wochen ging ihr dieser Mann nicht mehr aus dem Kopf, der Tierpfleger aus dem Zoo... Er war ihr aufgefallen, als sie mit ihren Freundinnen bei der Löwenfütterung zugesehen hatte. Er stand kurz hinter ihr und seine Augen fielen ihr direkt auf. Hasselnussbraun und dahinter die Tiefen seines freundlichen Seins. Ihre Freundin hatte sich später, als sie es ihr erzählte, gefragt, ob sie normale Augen hätte, denn der Typ sah eher bedrohlich aus. Ihre Freundin betonte, dass dieser Mann nichts für sie sei. Doch sie stellte sich immer wieder diese wundervollen braunen Augen vor, die wohl der Hauptgrund waren, dass er nicht mehr aus ihren Gedanken wollte. Er war groß, muskulös, allgemein kräftig gebaut, aber eher gut trainiert, als dick oder ähnliches. Er hatte eine Glatze, was sie sonst immer als Tabu bei einem Mann gesehen hatte, doch dieser Mann war anders, um genau zu sein war er das, was sie nie zuvor kannte, oder, um es noch deutlicher zu sagen, er war der erste Mann, bei dem sie etwas in sich fühlte, was sich erregt bewegte und Gefühle mitbrachte, die so fremd, aber auch gleichzeitig so verlockend waren, dass sie dem unbedingt auf den Zahn fühlen wollte...

Endlich dann, an diesem tollen Tag, schaffte sie es diesen Mann anzusprechen, nach fast zehn Wochen der schönsten Träume und Fantasieauslebungen zu unmöglichen Tageszeiten. Trotz ihres Aussehens und ihrer freundlich lockeren Art hatte sie lange gebraucht um genug Mut zusammenzubringen um den Mann endlich anzusprechen. Eigentlich brauchte sie sich nicht zu verstecken, denn sie war ein hübsches Mädchen, hatte lange, braune Haare, eine schlanke Figur, braune Augen, stets ein Lächeln auf ihren geschwungenen Lippen und Grübchen, die man nur mögen konnte, wie ihre beste Freundin immer sagte... Oft bekam sie zu hören, dass sie gut aussehen würde, was sie nicht immer als Kompliment auffasste, denn sie sah sich selbst mit ganz anderen Augen. Sie hatte noch nie einen Freund gehabt, obwohl viele Jungs ihr Avancen machten, die sie aber immer, fast schon panisch, ablehnte.

Als sie ihn ansprach sah sie ihm direkt in die Augen und musste sich zwingen nicht wieder in ihre Fantasie zu entgleiten, die in den vergangen Wochen ein ständiger Begleiter war. Er hatte sie fragend und interessiert angesehen und gewartet bis sie zu ende geredet hatte. „Du bist mir in den letzten Wochen des öfteren hier aufgefallen“, hatte er zu ihr gesagt und sie fühlte sich schon peinlich und eiskalt erwischt. Um ihrem kurz zuvor einstudiertem Mantra gerecht werden zu können („Frag ihn, egal was kommt!“) nahm sie noch einmal allen Mut zusammen, sah ihm in die Augen und fragte ihn, ob er nicht mal Lust hätte einen Kaffee trinken zu gehen. Er lächelte und das Eis war gebrochen, er sagte Ja und sie verabredeten sich direkt für den nächsten Tag, seinem freien Tag...

Sie ging nach Hause und hätte Purzelbäume schlagen können, tatsächlich hüpfte sie wie ein Känguru auf und ab und schlug ein Rad. Es ging ihr richtig gut!!!

Ihrer Freundin blieb die gute Laune bei dem darauffolgenden Telefonat nicht unentdeckt und so plapperte sie direkt darauf los, fing an zu schwärmen und erzählte von dem morgigen Treffen. Ihre Freundin freute sich für sie.

In der Nacht lag sie stundenlang wach und war zu nervös um zu schlafen. Sie ging in ihren Gedanken noch mal alles durch und sah, als hätte sie ihn direkt vor sich, in diese wunderbaren Augen.. So was hatte sie noch nie gefühlt, noch nie! Diese vollkommene Glückseligkeit, sie hatte das Gefühl nichts könnte mehr schief gehen. Er hatte sie nicht abgewiesen und an seinem Lächeln glaubte sie erkannt zu haben, dass er ihr gegenüber auch nicht abgeneigt schien.

Das Treffen am nächsten Tag kam und mit ihr kam die Nervosität zu ihr zurück. Ihre Klamotten hatte sie schon einen Abend zuvor rausgesucht, denn sie hätte den Kopf nicht mehr dafür gehabt, später stellte sich heraus, dass dies eine kluge Entscheidung gewesen war, denn sie zog sich zweimal das Top falsch herum an und wunderte sich, warum sie nicht in die Schuhe konnte, bis sie die Schuhe tauschte und bequem reinschlüpfen konnte. Sie sah aus dem Fenster und war einfach nur begeistert, die Sonne lachte mit ihr um die Wette und die Chance auf weitere Glückseligkeit war zum Greifen nahe, jetzt hieß es nur noch abwarten was der Tag so mit sich bringen würde und ob es einen Liebesengel gab, der nun über ihr herschwebte und Glück brachte.

Als sie zu ihrem vereinbarten Treffpunkt kam, sah sie ihn schon auf sich zukommen, ihre Grübchen waren sehr ausgeprägt und ihr Mund zierte ihr schönstes Lächeln. Er lächelte auch und die Sonne strahlte ihn geradezu an, sie konnte nicht anders und umarmte ihn einfach, warum und wieso wusste sie nicht, aber er roch zu gut, so gut, dass sie gar nicht mehr loslassen wollte. Er legte seine Hand kurz um ihre Taille und geleitete sie zu einem Eiscafé. Er trank ein Milchshake und sie aß ein Bananensplitt. Während sie dasaßen sprachen sie über die ersten Begegnungen und sie erfuhr, dass sie ihm auch ins Auge gefallen sei, aber bei den vielen Besuchern täglich wäre es schwierig gewesen sie einfach anzusprechen, so ganz hatte er sich auch nicht getraut. Als sie das hörte lachte sie und meinte das hätte sie nicht gedacht. Die ganze Wärme, die von ihm ausging erfüllte ihr Herz und wenn es nach ihr gegangen wäre hätte der Tag nie vergehen können...

Der Tag endete bei leckerem Essen im Kerzenschein. Er brachte sie ganz klassisch nach Hause und fuhr, er musste ja am nächsten Tag arbeiten. Ohne nachzudenken gab sie ihm einen flüchtigen Kuss auf den Mund und steckte ihm ihre Telefonnummer zu...

Noch am selben Abend kam eine SMS von ihm, in der stand, dass er auf eine intensivere Wiederholung des Kusses hoffen würde. Frech schrieb sie zurück, dass das nicht an ihr liegen würde und er solle seinen schnuckeligen Knackarsch schnellstmöglichst wieder zu ihr hinbewegen. Sie grinste ununterbrochen und keine zwanzig Minuten später klingelte es an der Haustür. Sie hatte sich schon Bettfertig gemacht und erwartete niemanden mehr, machte aber auf und als er vor ihr stand musste sie sich an die Haustür lehnen um vor Lachen nicht umzufallen. „Du sagtest ich solle meinen schnuckeligen Knackarsch schnellstmöglichst wieder zu dir bewegen, wenn ich noch so eine Lippentherapie haben wollte, und da bin ich.“ Sie ließ ihn ein und konnte nicht mehr aufhören zu lachen. Schnell ging sie noch mal ins Bad und bat ihn im Wohnzimmer platz zu nehmen. Anschließend schenkte sie beiden Orangensaft ein und setze sich ihm gegenüber in einen Sessel, schlug die Beine übereinander und es entging ihr nicht, dass er sie von Kopf bis Fuß musterte. Sie lächelte und meinte sie hätte so was noch nie erlebt. Offen und ehrlich gestand sie ihm ihre Gefühle, es war zwar etwas fremd für sie und sie wusste nicht ganz ob es richtig war ihm alles zu erzählen, aber als er weiterhin lächelte wurde sie in ihrer Denkweise bestärkt. Mutig ging sie zu ihm, setzte sich neben ihn und gab ihm einen Kuss auf die Wange. Er legte einen Arm um sie und zog zärtlich ihr Kinn etwas höher, küsste sie... Es war, als wäre sie in eine andere Haut geschlüpft, als wäre ihre Männerscheu nie gewesen... Sie küssten sich und er zog sie auf seinen Schoß. Die Schmetterlinge kribbelten in ihrem Bauch... Als ihre Blicke sich trafen war ihr klar, dass sie sich in diesen Mann verliebt hatte, ja, sie empfand Liebe, zum ersten Mal in ihrem Leben und wusste nun auch was Liebe für ein Gefühl war, sie fühlte sich wie in einem Rausch und genoss es in vollen Zügen, wie er ihren Rücken streichelte, den Nacken berührte und ihren Hals mit Küssen bedeckte. Sie schloss ihre Augen und gab sich dem Verlangen hin, was nun in ihr aufloderte...

Angst war keine mehr in ihr, dafür aber das mächtige Verlangen nach noch mehr Zärtlichkeiten... Sie stand auf und zog ihn mit ins Schlafzimmer, sie wollte es, er war der richtige, er sollte der Mann werden, der sie entjungfern sollte...

Schwitzend, aber glücklich, lag sie neben ihm, streichelte seine Brust und genoss die Streicheleinheiten durch ihr eigenes Haar. So hatte sie sich noch nie gefühlt... Glücklich, befriedigt, wie ein anderer Mensch... Alle hatten immer gesagt das erste Mal täte weh, aber davon hatte sie nicht das geringste gespürt... Vielleicht lag es daran, dass er so extrem zärtlich gewesen war, so sanft... Lange lagen sie da, Arm in Arm und verschmolzen, durch dieses wunderbare Erlebnis, was sie nun still noch einmal in ihren Gedanken genossen. Sie überlegte ob man so was sagte, fand schließlich, dass Ehrlichkeit immer besser war. Und so hauchte sie ihm leise ins Ohr, dass es ihr erstes Mal gewesen war. Er sah sie an und zog sie noch näher an seine Seite, er sagte, dass es der schönste Sex für ihn gewesen wäre. Es war wirklich toll, ging ihr durch den Kopf, so impulsiv, aber auch zärtlich, Leidenschaft pur, so hatte sie es sich immer gewünscht und so war es geworden. Es hatte also doch einen Sinn auf den Richtigen zu warten, er war der Richtige! Das stand definitiv fest, das hatte sie schon zuvor gemerkt, aber nun, nach dieser tollen Nacht, war sie sich sicherer als je zuvor.



Langsam öffnete sie die Augen. Es war noch dunkel in ihrem Zimmer. Ihr Blick glitt über das Hundebild an ihrer Wand. Sie drehte den Kopf zur Seite. Dort lag niemand. Sie war ganz alleine. Es war ein komisches Gefühl, aber nach der gestrigen gemeinsamen Nacht mit Joaquín, in der er neben ihr aufgewacht war, hatte sie ein Gefühl entwickelt, was nun nicht damit klar kam wieder alleine aufwachen zu müssen.

Ihre Füße strampelten sich an die kalte Luft und am liebsten hätte sie sich wieder umgedreht. Sie wollte heute nicht arbeiten gehen, doch sie musste. Ihr Job erledigte sich nicht von allein. Sie war Rettungsassistentin und heute war ihre erste Frühschicht nach zwei Wochen hintereinander, in der sie nur Spätschicht hatte. Mühsam schälte sie sich aus dem Bett und ging ins Bad. Eine Gänsehaut begrüßte sie. Die gestrige Nacht ging ihr einfach nicht aus dem Kopf. Seine Berührungen, diese Sinnlichkeit – es fühlte sich an wie in jener Nacht. Für einen kurzen Moment schloss sie die Augen. Das Gefühl war einfach zu schön gewesen. Das ein Mensch fähig war so zu empfinden hatte sie nie ganz verstehen können. Liebe gab es bisher nur von ihren Eltern und auch zu ihren Geschwistern hatte sie ein gutes Verhältnis, aber so etwas wie Joaquín ihr gegeben hatte gab es noch nie.

Es kam ihr wie eine halbe Ewigkeit vor, in der sie die gestrige Nacht noch mal Revue passieren ließ. Seine Hände auf ihrer Haut. Seine Küsse – überall. Seine Stimme an ihrem Ohr. Sie musste sich zwingen die gestrige Nacht für einen kurzen Augenblick zu vergessen und ging unter die warme Dusche. Ihre Hände glitten über ihren Körper und sie versuchte sich vorzustellen, dass es seine Hände wären.

Das Telefon riss sie aus ihren Gedanken. Oft klingelte es morgens bevor sie zur Arbeit ging, doch diesmal ging sie auch dran. Es war zum Glück nicht ihr Bruder, der sie ärgern wollte, dass er sich nun schlafen legt, wo sie arbeiten gehen muss. Es war Joaquín. Ihr Freude überschlug sich bei dem Klang seiner Stimme. Er sagte er hätte Sehnsucht gehabt und wollte sich einfach melden und ihre Stimme hören. Sie konnte nicht mehr aufhören zu lächeln. Dass er angerufen hatte war ein wahres Geschenk des Tages, doch leider mussten sie sich kurz fassen – sie musste gleich zur Arbeit. Er fragte ob sie nach ihrer Schicht kurz in den Zoo kommen wollte. Natürlich wollte sie. Das Lächeln blieb wie versteinert in ihrem Gesicht und fröhlich vor sich hinsummend machte sie sich endgültig für den Tag fertig.

Als sie auf der Arbeit ankam trank sie erst mal einen Cappuccino – das war ein Muss! Zuhause konnte sie nicht in Ruhe frühstücken und auch auf der Arbeit kam sie meist später dazu, weil ein Einsatz reinflatterte, doch heute ging der Tag ruhig los. Umso mehr genoss sie in vollen Zügen ihren Cappuccino. Ihre Kollegin kam ins Zimmer und sie sah ziemlich mitgenommen aus. Sie hatte rote Augen und raue Wangen. Sie zitterte sogar leicht. Sofort ging sie auf ihre Kollegin zu und nahm sie in den Arm. „Ist es wegen Tom?“, fragte sie und ihre Kollegin nickte. Tom war ihr Bruder, der sich vor drei Wochen das Leben genommen hatte. Das ihre Kollegin in dem Zustand arbeiten wollte konnte sie nicht verstehen. Besonderes, weil man es manchmal auch mit Suizidenten zu tun bekam und das hätte sie nur an ihren Bruder erinnert. „Du musst nach Hause gehen“, sagte sie ihrer Kollegin. „Du brauchst Zeit um das alles zu verarbeiten und die Arbeit hilft dir nicht dabei.“ Ihre Kollegin sah sie an und wandte sich schließlich von ihr ab. Es war schon ein komisches Gefühl gewesen ihre Kollegin so zu sehen. Sie hatte sie nur stark und immer gefasst erlebt. Selbst in Situationen in denen sie fast zusammen gebrochen wäre. Ihre Kollegin hatte sie jedes Mal aufgemuntert und gesagt, dass es auch andere Situationen in dem Job geben würde, zum Beispiel wenn man aktiv helfen konnte ein Menschenleben zu retten. Ja, dachte sie, diese Situationen hatte es gegeben und seither bereute sie es keine Sekunde mehr Rettungsassistentin geworden zu sein. Sie liebte ihren Job und vor allem liebte sie es die Freude in den Augen der Menschen zu sehen und ihre Dankbarkeit spüren zu können. Aber auch Menschen, denen sie nicht helfen konnte, dankte sie. Und zwar dafür, dass man sie in ihrer Berufswahl bestärkte und ihr neuen Mut gab weiterzumachen. Sodass sie sich bei jedem weiteren gefährdeten Menschenleben noch mehr ins Zeug legte um es am Leben zu halten. Manchmal wurde ihr gesagt sie nehme ihren Job zu ernst, was ganz klar stimmte, aber dies empfand sie nicht als negativ, denn jedes Leben, was sie und ihre Kollegen retten konnten gab ihr Kraft für ihren Job. Sie liebte ihren Job und ihr war klar, dass kein Einsatz jemals etwas daran ändern könnte.

Nach und nach kamen ihre anderen Kollegen rein. Mit allen verstand sie sich prima. Sie waren so etwas wie Freunde für sie geworden. Als die Anderen ihre aufgelöste Kollegin sahen änderte sich die Stimmung. Es lag Wut, aber auch Mitleid in der Luft. Der Älteste im Raum ging auf ihre Kollegin zu und sagte ihr, dass sie sofort nach Hause gebracht wird und sollte sie sich weigern würde er den Chef anrufen. Es war eine Drohung, aber jedem im Raum war klar, dass er niemals den Chef anrufen würde. Er würde seine Kollegin nicht an den Pranger stellen. Ein anderer Kollege, der gerade seine Schicht beendet hatte fuhr sie dann nach Hause.

Das folgende Gespräch war kein leichtes. Keiner wollte, dass es ihrer Kollegin schlecht ging, aber es gab auch keinen, der ihre Verfassung hätte ändern können. Die Spannung prickelte förmlich auf ihrer Haut und schließlich klinkte sie sich aus dem Gespräch aus. Nach ihrer Schicht würde sie Joaquín sehen und dann könnte sie sich gedanklich erst mal entspannen und in seine Wärme fallen lassen. Noch nie hatte sie sich das Schichtende schneller gewünscht als jetzt.

Zu ihrer großen Freude ging der Tag sehr schnell um. Sieben Einsätze, meist eher kleinere Zwischenfälle waren zu verzeichnen und die Uhr tickte zu ihrer Freude. Zehn Minuten nach Schichtende setzte sie sich endlich in ihr Auto und fuhr zum Zoo.

Als sie ihr Auto abstellte schrieb sie ihm eine kurze SMS das sie da sei. Es war ausgemacht, dass er sie dann am Eingang abholte.

Die Menschen um sie herum wirkten alle sehr fröhlich. Sie freuten sich in den Zoo zu gehen und einfach mal abzuschalten. Dieses Gefühl war ihr sehr vertraut. Tiere gaben ihr immer ein Gefühl der Zufriedenheit. Leider hatte sie aufgrund des Zeitmangels keine eigenen, aber sie träumte schon länger von einem Hund.

Joaquín kam ihr entgegen und strahlte sie an. Er begrüßte sie mit einem Kuss und nahm sie zärtlich in den Arm. Sie strahlte ihn an und gemeinsam gingen sie in die Futterküche seines Reviers. Seine Arbeit machte ihm genauso Spaß und wenn er über die Tiere redete sah sie immer ein flackern in seinen Augen. Er war ein Mensch mit Herz und Seele, auch wenn er nach außen hin eher den bedrohlichen Eindruck machte. Wenn man ihm aber ganz tief in seine braunen Augen schaute, dann wusste man, dass man den gutmütigsten Mensch der Welt vor sich hatte. Ihre Liebe wurde ihr immer stärker bewusst. Sie lehnte sich gegen ihn und er streichelte ihren Rücken. Wieder dieses Gefühl einer Achterbahnfahrt – nur besser.

Er hatte nur eine halbe Stunde Mittagspause, aber diese genossen sie sehr. Ein Kollege von ihm kam rein während sie sich küssten. Ohne ein weiteres Wort ging er grinsend wieder raus und das frisch verliebte Paar verfiel wieder in einen innigen Kuss. Sie liebte es wie er küsste. Es war als hätte man sie ins Paradies befördert.

Seine Pause neigte sich dem Ende zu und nur langsam lösten sich ihre Lippen. „Kommst du heute Abend zu mir? Ich kann uns ja was kochen.“ Er sagte sofort Ja. Sie gab ihm einen letzten Kuss und ging dann zu ihrem Auto.

Es fühlte sich sehr komisch an plötzlich so starke Gefühle für einen Mann zu haben. Sie saß im Auto und schaute einfach nur in das dichte Blätterwerk vor ihr. Sie liebte den Wald und ihre Geräusche – am liebsten nachts. Heute Abend wollte sie mit ihm die Nacht erleben – draußen. Als ihr Handy klingelte und seinen Namen im Display sah schrak sie erschrocken hoch aus ihren Gedanken. „Ich liebe dich“, sagte er nur und lächelte. Sie gab ihm einen Kuss und startete den Motor.
Für heute Abend musste sie noch ein paar Dinge vorbereiten. Außerdem brauchte sie ein wenig Schlaf um morgen früh wieder ausgeruht zur Arbeit zu kommen.

© 2005 by Blutmädchen

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen

Huhu Ihr Lieben Mitschwimmer :)

Wenn Ihr möchtet, dürft Ihr gerne ein paar Wellen ~ äh, Kommentare hinterlassen. Oder auch ein paar Fische *~*
Ich freue mich über alles, was Ihr da lasst ♥
Als Dank habe ich immer ne Packung Celebrations und ne fette Keksdose für Euch bereit stehen. Bedient Euch und kommt ruhig öfter zum rumkrümmeln vorbei ♥

Klickernde Grüße,
Tascha