Einmal im Leben Liebe statt Schmerz - 8. Kapitel

Einmal im Leben Liebe statt Schmerz
8. Kapitel: Rausch und Realität

Sinas POV

Im Hotelzimmer angekommen, legte ich mich erst einmal ins Bett um mich von den ganzen Strapazen zu erholen. Ich war nicht einmal zwei ganze Tage in Vancouver und schon stand meine Welt Kopf. Ich war froh diesen Zusammenbruch mit Lena und meinem Vater an meiner Seite erlebt zu haben, aber gleichzeitig schämte ich mich, denn wie oft hatte ich ihnen nicht versichert, dass es mir gut ging?
Und jetzt war ich schwanger...
Gegen diesen Eingriff in meinem Körper konnte ich mich nicht stellen. Wenn ich mich übergeben musste, musste ich mich nun mal übergeben und es gab kein Mittel dagegen. Nur Lenas Weisheit: „Besser raus als rein.“
Erschöpft schloss ich einen Moment die Augen und ließ den Tag noch einmal vor meinem inneren Auge ablaufen. Was sich an nicht nur einem einzigen Tag ändern konnte...
Mein Blick fiel auf das Handy, was auf dem Nachtschränkchen lag. Es war falsch, aber ich wollte nicht warten. Heute hatte ich noch die Kraft mich diesem Menschen zu stellen. Ich musste nur an Robert denken, der mir sein allzeit hörbereites Ohr und eine Schulter zum anlehnen versprochen hatte. Und gerade wollte ich nichts lieber, als genau das zu tun: Mich an Robert lehnen.
Ich griff das Handy und wählte die vertraute Nummer. Ich schaff das, sprach ich mir selbst Mut zu. Ich sage es ihm und dann lege ich einfach auf.
Nein. Ich warte noch, bis er was dazu gesagt hat, dann lege ich auf.
„Jannik Berg“, meldetet sich die immer noch bis in mein Mark vertraute Stimme. Ich war schon immer ein Mensch gewesen, der sich von Stimmen angezogen fühlte und in meinen Augen hatte Jannik die schönste Stimme überhaupt. Ich stach mir meinen Fingernagel in den Unterarm um mich daran zu erinnern, dass diese Zeit vorbei war und es durchaus auch andere Stimmen gab, die es mir angetan hatten. Ich sollte mich also schleunigst aus diesem selbstgebauten Nest befreien, meine Nachricht hinterlassen und dieses Gespräch am besten wieder vergessen. Denn so, wie ich Jannik einschätzte, wollte er von der Schwangerschaft eh nichts wissen. „Hallo?“, grummelte er ins Telefon. „Wer ist da?“ Ich holte einmal tief Luft. „Sina?“, hörte ich ihn fragen und erstarrte. Jannik lachte. „Ja, Sina, du bist es, nicht wahr? Diesen tiefen Atemzug werde ich überall wiedererkennen.“ Ich konnte meine Zunge immer noch nicht lösen. Der Klang meines Namens war wie Feuer in meinen Adern. Es war so vertraut und gleichzeitig so verkehrt. Und das schlimmste war, dass ich mich zwanghaft an seine verletzenden Worte erinnern musste um mich jetzt nicht von ihm einlullen zu lassen. „Was hast du auf dem Herzen, Süße?“, fragte Jannik und seine Stimme klang so freundlich und einladend, dass es doch tatsächlich mein Herz berührte. Das durfte nicht wahr sein! Ich bohrte meinen Fingernagel immer tiefer in die Haut, aber es nützte nichts. Ich fühlte mich in Janniks Stimme gefangen, wie eine Fliege in einem Spinnennetz.
„Hallo Jannik“, brachte ich schließlich nach einer gefühlten Ewigkeit hervor.
„Die selbe süße Stimme wie immer“, seufzte er. „Welchem Glück verdanke ich deinen Anruf, Sina?“ Wieder schossen mir reinste Energiewellen durch den Körper.
Jannik war der erste, den ich jemals gehabt hatte und auch wenn er mir unendlich weh getan hatte, so schien ich immer noch nicht ganz aus seinem Bann gekommen zu sein. Ich wusste, dass seine Freundlichkeit nicht echt war und wenn sie es doch war, wusste er, dass er mich damit enorm verwirren konnte.
„Bist du alleine?“, fragte ich plötzlich.
„Alleine? Ach so, das meinst du. Ja, ich bin alleine, Süße. Dir gehört meine volle Aufmerksamkeit.“ Sein leises Lachen klang einfach wunderschön.
Ich schlug meinen Hinterkopf gegen die Wand, aber klar denken konnte ich immer noch nicht. Verdammt. Jannik wusste, wie er mich in die Finger bekam.
Ich bemühte mich Roberts Blick vor mein inneres Auge zu bekommen, aber es klappte nicht. Immer wieder entglitt mir seine Hand, nach der ich schützend greifen wollte.
„Was liegt dir auf dem Herzen?“, fragte Jannik.
„Eher unter dem Herzen“, war meine reflexartige Antwort.
Endlich! Roberts helfende Hand in meiner rechten und Lenas helfende Hand auf meiner Schulter, ließ mich endlich wieder zu meinem Anrufsgrund zurückfinden.
„Ich bin schwanger, Jannik. In der neunten Woche.“
Stille am anderen Ende der Leitung. Dann ein Besetztzeichen.
Ich hätte es wissen müssen. Als wenn Jannik davon etwas wissen wollte. Ich lachte auf. Aber wenigstens konnte er sich nicht beklagen, dass ich ihm nichts davon gesagt hätte. Er wusste bescheid und er hatte sich mit dem Beenden des Telefonats gegen das Kind entschieden. Jetzt zählte nur noch meine eigene Entscheidung.
Unglaublich, wie leicht ich scheinbar damit abschließen konnte. Das war ja geradezu unheimlich!
Ich wusste noch nicht, wofür ich mich entscheiden würde – ob für oder gegen das Kind – aber in einem Punkt war schon eine Entscheidung gefallen: Ich würde das ganze ohne Jannik schaffen! Nicht nur, weil er mir ganz offensichtlich keine andere Wahl ließ, sondern weil ich ihm ganz sicher nichts aufzwängen wollte. So musste ich mir immerhin keine Gedanken darüber machen, wie ich mich in seiner Gegenwart verhalten sollte.
Meine Erinnerung riss mich mit sich, ohne dass ich sie aufhalten konnte. Es war das letzte Mal zwischen Jannik und mir. Der beste Abend, den wir in den ganzen gemeinsamen Jahren hatten. Seine Berührungen, die ich jetzt noch zu spüren glaubte, waren so sanft gewesen. Seine Liebeserklärungen, während er mich so liebte, wie noch nie zuvor, waren so ehrlich und sein glückliches Lächeln hatte mir den Verstand geraubt... Wie konnte nach so einer Verbindung sich so viel geändert haben? Jannik hatte mir so sehr versichert, dass er mich unbedingt dabei haben wollte und ich erinnerte mich deutlich, wie sehr ich ihn überzeugen musste alleine zu fliegen. Dieses dämliche Abitur war mir im Weg gewesen.
Ein sanftes Klopfen an der Tür riss mich aus meinen Gedanken. Seufzend stand ich auf und öffnete die Tür. Meine beste Freundin sah mich besorgt an.
„Ich wollte mal vorbei kommen um zu gucken wie es dir geht“, sagte Lena und umarmte mich. „Hast du dich ein wenig ausruhen können?“
„Nicht wirklich“, gab ich zurück. „Ich habe Jannik angerufen und ihm von der Schwangerschaft erzählt.“
Lenas Augen weiteten sich. „Und wie hat er reagiert?“
Ich lachte tonlos auf. „Er hat aufgelegt.“
„Mistkerl“, zischte Lena. „Dieses arrogante Arschloch. Was bildet der sich eigentlich ein? Erst schwängert er dich und dann will er nichts davon wissen?“
„Dazu gehören immer noch zwei“, sagte ich.
Lena sah mich ungläubig und verärgert an. „Du nimmst ihn jetzt nicht gerade in Schutz, oder, Sina Weitz?“
„Ich sage nur, dass deine Formulierung extrem hart ist. Aus deinem Mund klang es so, als hätte er es darauf angelegt. Außerdem finde ich das Wort geschwängert in dem Moment genauso abstoßend wie das Wort vergewaltigt.“
„Du nimmst ihn tatsächlich in Schutz“, schnaubte Lena. „Ich fasse es nicht.“ Sie ging wieder zur Tür. „Meld dich bei mir, wenn dein Verstand wieder klarer ist.“ Sie verließ das Zimmer und so sehr ich ihr gerne hinterher gegangen wäre, ließ ich es zu meiner eigenen Sicherheit sein. Lena war aufgebracht und das konnte ich ihr nicht einmal verübeln, aber wenn ich mich jetzt auf diese Konfrontation einließ, würden wir uns nur unnötig streiten. Lena hatte vollkommen recht, aber meine Sturheit würde diese Herausforderung nur zu gerne annehmen und dann würde das ganze nur noch die Handschrift des Trotzes tragen. Dafür war mir diese Freundschaft eindeutig zu wichtig.
Als es wieder an der Tür klopfte, schüttelte ich leicht genervt den Kopf. Mit Schwung riss ich die Tür auf und wollte schon unfreundlich fragen ob man mir nicht einfach mal ein paar Minuten Ruhe gönnen konnte, als ich registrierte, wer da vor meiner Tür stand. Robert. Er sah mich ebenfalls besorgt an.
„Ich wollte – “, begann er, aber ich ließ ihn erst gar nicht ausreden.
„Mal vorbei kommen um zu gucken wie es mir geht?“, wiederholte ich Lenas Worte.
Robert grinste mich an. „Das auch. Und ich wollte dich mit einer Kleinigkeit ein wenig aufmuntern.“ Er zog einen Strauß Rosen hinter dem Rücken hervor und streckte sie mir entgegen. „Die sind für dich.“
„Danke“, sagte ich etwas sprachlos. „Jannik hat mir nie Blumen geschenkt.“ Ich schaute auf die Blumen und spürte eine kleine Träne meine Wange hinunterlaufen.
„Jannik?“, fragte Robert mit scharfer Stimme. Ich sah auf und blickte in sein verhärtetes Gesicht.
„Ich meine, ich habe noch nie Blumen geschenkt bekommen“, sagte ich schnell, mir meines Fehlers deutlich bewusst.
„Ist Jannik dein Freund?“, fragte er.
Ich schüttelte schnell den Kopf. „Nein, nicht mehr. Das war er mal.“ Verwundert erinnerte ich mich daran, dass Robert gar nicht wissen konnte, dass ich keinen Freund mehr hatte. Das ich schwanger war, müsste die Frage eigentlich von selbst beantwortet haben, aber warum war ihm dann nicht meine Antwort auf sein Begehren merkwürdig vorgekommen? Schließlich hatte ich ihm gesagt, dass es mir genauso ging und hatte er nicht darauf gesagt, dass ich ihn glücklich machen würde?
„Ist aber noch nicht lange her, oder?“, fragte Robert fast schon herausfordernd.
„Nein“, sagte ich. „Nur ein paar Stunden, bevor ich in das Flugzeug hierher gestiegen bin.“ Traurigkeit tränkte meine Stimme.
„Tut mir leid“, sagte Robert. „Es steht mir nicht zu Fragen zu stellen.“
Ich löste mich kurz aus meiner Traurigkeit und versuchte ein Lächeln. „Kein Problem. Komm doch rein.“
Robert ging an mir vorbei. Ich deutete auf die zwei Sessel. „Setz dich doch. Ich suche nur schnell ein Gefäß für die Blumen.“
Ich ging in die Küche und stellte die Blumen in eine Vase. Ein Glück, dass es so was hier gab, denn ich wollte noch lange Freude an den ersten geschenkten Blumen meines Lebens haben. Vor allem, da sie von Robert kamen. Ich grinste in mich hinein.
Um mich ein wenig abzukühlen tupfte ich mir den Nacken mit einem kalten Lappen ab und ging dann etwas befreiter zurück zu Robert.
Meine Gefühle fuhren immer noch Achterbahn, wo Jannik zum Glück nichts mit zu tun hatte. Vielmehr erinnerte ich mich an die Hand, die ich mir vorgestellt hatte, die in meiner eigenen lag. Ich sehnte mich danach, diese Vorstellung Wirklichkeit werden zu lassen, hielt mich aber ein wenig zurück. Robert beobachtete mich unablässig.
„Wie geht es dir wirklich? Du siehst ein wenig geplättet aus.“
„Ich habe gerade zwei komplizierte Gespräche hinter mir“, sagte ich schließlich.
„Mit wem?“
Ich wollte erst sagen, dass ihn das gar nichts anging, vor allem, da wir uns kaum kannten, aber ich konnte es einfach nicht. Ich wollte ehrlich zu ihm sein. „Mit Jannik und Lena.“
Bei Janniks Namen zogen sich Roberts Brauen zusammen und sein Mund wurde zu einem schmalen Strich. „Um was ging es denn?“, wollte er wissen.
„Bei wem?“
„Bei beiden“, erwiderte er etwas ungeduldig.
Ich atmete einmal tief durch und sah ihn dann an. „Ich habe Jannik von der Schwangerschaft erzählt und er hat aufgelegt. Als ich Lena davon erzählte, hat sie ein paar harte Worte benutzt und sie meinte schließlich ich würde Jannik in Schutz nehmen.“
„Und hast du das?“
„In Lenas Augen schon“, gab ich nur zurück.
Robert beugte sich vor und nahm meine Hand. Fast hätte ich sie zurückgezogen, da diese Berührung so urplötzlich kam, aber ich schaute ihn einfach nur an. In seinen Augen lag ein gewissen Funkeln, das mich fast hypnotisierte.
„Du weißt, dass du mit mir über alles reden kannst, Sina?“ Er sah mich eindringlich an. Ich nickte stumm. „Ich sehe dir an, dass dich etwas belastet. Rede mit mir darüber. Liebst du diesen Jannik immer noch?“
Reflexartig schüttelte ich den Kopf. Mein Herz schlug nicht mehr für Jannik, aber was war mit dem Rest meines Körpers? Dieses Brennen in meinen Adern? Die Gänsehaut beim Klang seiner Stimme?
„Ich kann nicht sagen, dass ich ihn nicht mehr liebe, dafür waren wir zu lange zusammen“, sagte ich wahrheitsgemäß. „Er war mein erster und einziger Freund. Ich lerne die anderen Gefühle erst jetzt richtig kennen.“
„Was für andere Gefühle?“, hakte Robert nach.
„Das Gefühl verraten und betrogen worden zu sein. Diese Leere, die ich danach empfunden habe. Diese Wut und den Hass. Aber seit ich hier bin, verändert sich was in mir.“
Robert sah mich jetzt begierig an. „Was ändert sich?“
Ich dachte einen Moment nach, ob die Wahrheit nicht alles schlimmer machen würde. Robert änderte etwas in mir, aber das mit Jannik war einfach noch zu frisch und ich war zu unerfahren. Vielleicht deutete ich Roberts Gesten ja auch einfach nur falsch.
„Du änderst etwas in mir“, gab ich dann doch zu und beobachtete seine Reaktion ganz genau. Seine Gesichtszüge wurden weicher und ein kleines Lächeln lag in seinen Mundwinkeln.
„Genau das wollte ich hören“, sagte er dann und zog mich zu sich. Ich legte meine Arme um seine Hüfte und presste mich ganz eng an ihn. Es hatte etwas tröstliches, aber gleichzeitig schoss mir eine Gänsehaut über den ganzen Körper. Selbst im Nacken und auf der Kopfhaut konnte ich dieses Prickeln spüren.
„Das fühlt sich gut an“, flüsterte ich. „Anders, aber gut.“
„Kann es sein, dass du keine feinfühlige Zärtlichkeit kennst?“
Ich überlegte kurz. Jannik hatte mich auch in den Arm genommen und mich sanft behandelt. Und doch war es so ganz anders, als das, was Robert mir in diesem kurzen Augenblick schenkte. Es war, als wäre ich zerbrechlich.
„Vielleicht“, sagte ich nachdenklich.
„Vertraust du mir?“, fragte er und ich spürte seinen Atem meinen Hals streifen.
„Ja“, hauchte ich. Da brauchte ich auch gar nicht lange überlegen. Ich kannte Robert erst seit kurzem, aber ich vertraute ihm. Seine zarten Berührungen und der vorsichtige Ton in seiner wunderschönen Stimme gaben mir das Gefühl von Sicherheit und ich fühlte mich geborgen.
Seine Hand streichelte über meinen Rücken. „Sina, ich würde dich so gerne küssen.“
Ein kleiner Teil in mir erstarrte, dann schlug mein Herz schneller und ich lächelte.
„Dann küss mich“, sagte ich und er ließ sich nicht zweimal bitten. Sanft legte er seine Lippen auf meine und sofort riss ich die Augen auf. Auf dieses Gefühl war ich absolut nicht vorbereitet gewesen. Ich zog ihn enger an mich, schlang meine Hände um seinen Nacken und drückte seinen Kopf näher an meinen. Es war so ein mächtiges Gefühl, was die Hitze zwischen meinen Beinen sofort zum kochen brachte. Ich wollte ihn. Stückchen für Stückchen. Ich wollte ihn nicht nur, ich brauchte ihn auch. Den Schmerz, den Jannik mir zugefügt hatte, spürte ich nicht mehr. Robert betäubte ihn nicht nur, sondern ließ ihn ganz verschwinden!
„Robert“, keuchte ich, als sich seine Hand auf die nackte Haut meines Rückens legte.
„Willst du mich, Sina?“
„Ja“, stöhnte ich und machte mich an seinem Hemd zu schaffen. Ich wollte seine Brust küssen, jeden Zentimeter seiner weichen wunderbaren Haut erforschen. Ich wollte ihn bedingungslos lieben. Sein Körper war wie eine Flamme für mich, die meine eigene Flamme zum auflodern brachte. Die Hitze versengte mich fast.
Sanft hob er mich auf und trug mich in das dunkle Schlafzimmer. Er beugte sich über mich und gab mir mehr von diesen unwiderstehlichen Küssen. Es war wie eine Droge, wie ein Rausch. Sein Mund wanderte von meinem Hals, während seine Hand den Weg unter mein Shirt fand und meinen Bauch streichelte.
Plötzlich erstarrte ich, was er jedoch nicht bemerkte.
Seine Hand auf meinem Bauch, in dem Janniks Baby wuchs...
Ich konnte diesen Gedanken nicht zurückdrängen. Er stach erbarmungslos in mein Bewusstsein, als wäre es ein Luftballon, den man mit einer Nadel zum platzen bringen konnte.
„Robert“, sagte ich mit erschreckend leiser Stimme. Seine Küsse wanderten nun zu meinem Bauch und bedeckten ihn sanft. Die Flamme loderte überraschend schnell wieder in mir auf, als seine Zunge in meinen Bauchnabel eintauchte.
Gegen dieses Gefühl konnte ich mich noch nie wehren. Robert hatte meine größte Schwachstelle gefunden. Wie von selbst öffneten sich meine Schenkel ein wenig.
Er sah mich hungrig an und streichelte meinen Bauch. Seine Hand glitt in meinen Schritt und öffnete dann den Reißverschluss meiner Jeans mit den Zähnen.
Völlig gefesselt von seinem Blick, sah ich zu, wie er die Zähne in meine Jeans schlug und sie mir umständlich von den Beinen zerrte. Ich hob meinen Po an und er zog mir die Hose, samt Tanga mit einem Ruck herunter.
Wieder schlug das Bewusstsein zu. Trotz Dunkelheit bedeckte ich meine Scham. Es war hell genug, das er die Schwellungen der Narben an meinem Körper ertasten könnte...
Wie erstarrt saß ich da und spürte nur am Rande, wie Robert mein T-Shirt auszog. Meine Arme gingen bereitwillig nach oben um ihm das ausziehen einfacher zu machen.
„Nein“, zischte ich und wich zurück. Sofort griff ich schützend nach der Bettdecke und hielt sie mir vor den Körper.
„Was hast du?“, fragte Robert überrascht. „Es ist alles in Ordnung“, sagte er mit ruhiger Stimme und streckte einen Arm nach mir aus.
Nichts war in Ordnung hätte ich ihm am liebsten ins Gesicht geschrieen.
Hier lag ich nun, splitternackt und bedröhnt genug, um die Narben für einen Moment vergessen zu haben, die über meinen ganzen Körper verstreut waren...

© 2010 by Blutmädchen

zum 9. Kapitel

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