Einmal im Leben Liebe statt Schmerz - 2. Kapitel

Einmal im Leben Liebe statt Schmerz
2. Kapitel: Beste Freunde

Sinas POV

Keuchend und Halt suchend lehnte ich mich an Lenas Haustür und klingelte, als wäre der Tod hinter mir her. Genau genommen war das ja auch so, wenn auch nicht unbedingt der Tod. Es war der Schmerz, der mich verfolgte und mich so wahnsinnig machen konnte, dass in mir eine Todessehnsucht entstand und nach Erlösung flehte. Diesen Verführungskünsten konnte ich in der Vergangenheit lange genug wiederstehen, aber damit ich jetzt nicht dazu kam doch nachzugeben, brauchte ich Lena.
Lena öffnete die Haustür und sofort trat dieser Ausdruck in ihr Gesicht, der mir sehr vertraut war. Angst. Panik. Ein Abbild meiner eigenen Gefühle. Ohne ein Wort zu sagen nahm sie mich in die Arme und tröstete mich. Ich vergrub mein Gesicht an ihrer Schulter und weinte bitterlich. Es dauerte lange bis ich mich soweit beruhigt hatte, dass ich ihr erzählen konnte, was los war. Das war das Gute an Lena: Sie ließ mich immer erst weinen, rückte nicht von meiner Seite, bis ich mich soweit beruhigt hatte, dass die Tränenquelle versiegt war. Der Tränensee musste bei mir immer erst leergepumpt werden, bevor ich reden konnte.
Ihren Arm um meine Hüfte, geleitete sie mich in ihre Wohnung.
„Komm mal rein, ich mache uns einen Tee und dann erzählst du mir in Ruhe was passiert ist, okay?“ Ich nickte nur. Meine Stimme musste erst ihren Klang wiederfinden.
Lena kam mit einer Kanne Tee wieder ins Wohnzimmer und schenkte mir ein. Dankend nahm ich die Tasse und trank einen Schluck. Die Wärme des Tees breitete sich sofort in meinem Körper aus. Langsam beruhigte sich mein Herz wieder. Ich atmete tief ein und aus. Lena saß schweigend neben mir, ließ mir einen Moment mich zu fangen und wartete bis ich ihr alles erzählen konnte. „Danke“, sagte ich. Meine Stimme zitterte leicht. Der Tränenfluss war gestoppt. Lena legte wieder ihren Arm um meine Schulter.
„Was ist passiert, Süße?“, fragte sie.
„Jannik ist seit heute wieder in Deutschland“, antworte ich und merkte, wie sich ein Messer wieder in mein Herz bohrte. Sein Name stand auf der Klinge. Es war das beste diesen Namen schleunigst aus meinem Wortschatz zu streichen.
Lena reagierte verhalten. „Sollte dich das nicht eigentlich glücklich machen?“ Ich schaute sie an, wusste nicht ob ich die Kraft hatte das zu wiederholen, was er mir gesagt hatte. Mein Selbstschutz fuhr alle Mauern hoch, aber ich durfte mich jetzt nicht verstecken. Nicht, wenn die Gefahr bestand, dass das Gift dieser Erinnerung mein ganzes Denken einnehmen würde und mich wieder in die Schlucht des Wahnsinns zog. Ich straffte meine Schultern und wiederholte Wort für Wort Janniks Worte und schluckte den Brechreiz runter.
Ich zwang mich an Lenas früherer Ermahnung zu denken: „Das Gift, dass dich zerfrisst kann nur dann vollständig aus deinem Kopf heraus, wenn du alles erzählst. Die ganze Wahrheit, keine Ausflüchte.“ Und sie hatte ja Recht.
Lena reagierte geschockt und angewidert zu gleich. Als ich geendet hatte schwieg sie eine Weile, stand dann auf und lief hin und her. Lena dachte nach und ich konnte mir auch in etwa vorstellen, worüber sie nachdachte. Sie und Jannik kamen ganz gut miteinander aus, aber Lena hatte ihn damals schon gewarnt, dass er es mit ihr zu tun bekommen würde, wenn er mir auch nur einmal wehtun würde.
„Lena, bitte setz dich hin. Du machst mich nervös, wenn du so rumtigerst.“
Wiederwillig setzte sie sich wieder zu mir. Ihre Lippen bebten, so als müsse sie die Wörter mit Gewalt zurückhalten, die ihr sonst wie Giftpfeile rausschießen würden. Dann beruhigte sie sich, nahm meine Hände in ihre und sah mir tief in die Augen. „Sina, ich bin ganz ehrlich zu dir. Ich hätte gerade große Lust diesem Arschloch den Schädel wegzupusten. Ich ertrage es einfach nicht, wenn du leidest und das er der Grund ist, ist am schlimmsten. Es tut mir weh, weil ich weiß, dass ich dir diesen Schmerz nicht nehmen kann. Aber was mir am meisten Angst macht: Du warst schon in weitaus weniger schlimmen Situationen und dachtest trotzdem daran, dein Leben beenden zu wollen.“ Sie stockte und ich sah sie nur entgeistert an. Daran, mein Leben zu beenden, hatte ich keine Minute lang gedacht. Na ja... Vielleicht ein paar Sekunden.
Es stimmte: Es gab schon weniger schlimmes, aber diese Geschichte mit... Ich wollte seinen Namen nicht denken. Er war es absolut nicht wert.
Ich wusste nicht genau wie, aber diese Seite meines Ichs, über die Lena sich nun sorgte, hatte ich seltsamerweise noch nie besser im Griff als jetzt.
Lena fuhr fort. „Ich weiß nicht wie es derzeit in dir aussieht. Du machst mir mittlerweile einen ruhigen Eindruck, gefestigter als ich dich sonst bei Problemen erlebt habe, aber ich mache mir Sorgen. Bitte versprich mir eins: Wirf dein Leben nicht weg. Nicht wegen ihm.“
„Lena, keine Sorge...“, begann ich und musste unwillkürlich grinsen, als ich mir der Situation in vollem Maße bewusst wurde. Mein – jetztiger Ex – Freund, hatte mich betrogen, mit mir Schluss gemacht und nun saß ich da und tröstete meine beste Freundin, die sich um mich sorgte. Es war verrückt.
„Warum grinst du?“, fragte Lena erschrocken und sah mich mit großen Augen an.
„Tut mir leid. Ich habe gerade nur daran gedacht, dass unsere Rollen sich während unseres Gesprächs vertauscht haben und die Vorstellung hat mich leicht schmunzeln lassen.“
Besänftigt schaute sie auf. „Dann ist es ja gut“, sagte sie und umarmte mich. Ich drückte sie ganz fest. Dann wurde ihre Miene wieder ernster.
„Wie fühlst du dich gerade? Sei bitte ganz ehrlich.“ Ihr durchdringender Blick bohrte sich in meinen.
Es fiel mir leicht die Wahrheit zu sagen. „Ich fühle mich natürlich verletzt, aber irgendwie... Ich weiß auch nicht. Als ich deine Wut sah, habe ich mich an etwas erinnert gefühlt.“
Lenas Blick wurde fragend. „An was denn?“ Ich überlegte und suchte nach den richtigen Worten.
Es war lange her, da war Lena in der selben Situation gewesen. Vom Freund belogen und betrogen, mit den Nerven fertig und ich sollte ihr Rettungsring sein. Damals war es mir selbst nicht gut gegangen und ich war leicht überfordert als sie mit tränenüberströmten Gesicht vor mir stand. Erst als sie mir von ihrem Freund erzählte, waren meine eigenen Probleme gelöst gewesen, zuerst ausgelöscht, aber später, als ich wieder darüber nachdenken wollte um nach einer Lösung zu suchen, fiel mir auf, dass ich diese Lösung schon gefunden hatte. Es war sogar eine ganz simple Lösung: Einfach nicht darüber nachdenken. Ich gehörte leider zu der Sorte Mensch, die zu viel nachdachte.
Das damalige Gefühl war Wärme gewesen und mein Vertrauen zu Lena war ins unermessliche gestiegen. Und mit der eigenen Wärme, die mir durch den Körper geflossen war, hatte ich auch genug Kraft gehabt um Lena aufzufangen und ihr eine Stütze zu sein. Das hatte ich ihr nie erzählt. Jetzt schien mir der geeignete Zeitpunkt zu sein.
„Erinnerst du dich noch daran, wie du nach Fabians Beichte zu mir gekommen bist?“ Sie nickte, leicht irritiert. „Zu dem Zeitpunkt ging es mir selbst ziemlich mies. Ich kann mich ehrlich gesagt gar nicht mehr genau an den Grund dafür erinnern.“ Ich lachte. „Aber du hast mir diese Sorge genommen, du brauchtest mich und hast mir Kraft gegeben in dem Moment für dich da sein zu können.“ Ich schaute sie an und sah ein Tränchen über ihre Wange kullern. „Es war ein sehr mächtiges Gefühl und als ich mich gerade daran zurück erinnerte, hat mich dieses Gefühl erneut ergriffen und mich mit innerliche Ruhe erfüllt.“
„Ach Sina.“ Sie fiel mir um den Hals. „Du bist wirklich die beste Freundin der Welt. Ohne dich würde mir ziemlich was fehlen.“ Ihre Augen füllten sich mit weiteren Tränen und ich weinte mit. Wir beide wussten, dass das keine Tränen der Traurigkeit waren. Wir waren einfach nur froh, dass wir einander hatten und dieses Glück war einfach überwältigend.
„Du hast es also wirklich im Griff? Ich muss mir keine Sorgen um dich machen?“, hakte sie nach.
„Nein“, sagte ich. „Du brauchst dir keine Sorgen zu machen“, beschwichtigte ich sie und in dem Moment, wo ich es aussprach wusste ich es: Man brauchte sich wirklich keine Sorgen um mich zu machen. Vor allem nicht ich selbst. Ich war stark genug das durchzustehen. Natürlich würde ich hin und wieder ein paar Tränchen verdrücken müssen, aber die Angst meine Selbstbeherrschung verlieren zu können, war jetzt nur noch eine vage Erinnerung, an einen grauenvollen Moment.
Ich hatte Lena. Alles andere war für diesen Moment egal. Und ich wusste, dass ich heute, vielleicht auch noch morgen, von dieser Wärme zehren konnte. So schnell würde sich der Deckel der Sorgen- und Problemkiste nicht mehr über mir schließen. Das war ein beruhigendes Gefühl. Überhaupt fühlte ich mich so befreit wie schon lange nicht mehr – merkwürdig, aber ich nahm es mehr als dankbar an.
Es war der helle Wahnsinn, dass ich am Morgen noch eine ganz andere Person gewesen war. Innerhalb kürzester Zeit war ich drei verschiedene Sinas durchlaufen und so wie es jetzt war sollte es am besten immer bleiben. Ich wusste aber auch, dass ich nicht so viel Glück hatte. Und in solch einem Moment des möglichen Wissens, was noch an Gefühlen auf mich einstürmen würde, war ich normalerweise so paralysiert, dass ich an fast nichts anderes denken konnte, als an den Moment, der vielleicht gar nicht kommen würde, der dann aber doch kam; weil ich ihn regelrecht herbeibetete.
Jetzt konnte mir dieser Gedanke nichts anhaben. Wenn er kommen würde, dann kam er halt, aber vielleicht stand es ja doch in meiner Macht mich dagegen zu wehren. Ich war lange genug Opfer meiner Ängste gewesen. Es war Zeit sich von ihnen zu lösen und zu leben. Leb einfach den Moment, dachte ich. Ich hatte ein neues Mantra gefunden, was mir auf meinem bevorstehenden Weg ganz sicher helfen würde.
Den Rest des Tages verbrachten Lena und ich zusammen kuschelnd auf dem Sofa. Es tat gut ihre Nähe zu spüren. Das war genau die Art von Gegengift, die ich brauchte, wenn ich kurz vorm durchdrehen stand. Lena war meine Anti-Droge und wiedereinmal hatte sie es geschafft, meine Gedanken zu säubern.
Ich dachte darüber nach, was sonst passiert wäre. Die Rasierklinge konnte mir helfen. Diesen Schmerz konnte ich jederzeit tausendmal einfacher ertragen als den Schmerz, mit dem ich stattdessen kämpfen müsste. Lena war wohl die einzige Person, die das verstand. Na ja und... er. Vor ihm konnte ich die Narben nie verstecken, aber es war egal, denn er hatte es auch so verstanden. Er kannte meine Vergangenheit und genau deshalb hatte er mir geschworen, mir nie so wehzutun, dass er der Grund für neue Schnitte sein würde.
Meine Gedanken kreisten und schweiften in den schwärzesten Teil meiner Vergangenheit. Doch anders als sonst, schaffte ich es stark zu sein und mich nicht von der bloßen Erinnerung runterziehen zu lassen. Stolz wuchs in mir.
Die Zeit zog sich schleppend dahin und ich wollte Lena gerade fragen, ob ich die Nacht bei ihr schlafen könnte, als mein Handy klingelte. Im ersten Moment war ich völlig überrascht. Bei meinem überstürzten Flug aus der Wohnung hatte ich ja sogar fast den Haustürschlüssel vergessen, aber das Handy hatte ich dabei? Verwirrend.
Ich schaute aufs Display und sah den Namen meines Vaters. Sofort ging ich ran, auch wenn es bei meiner immer noch verheulten Stimme bestimmt keine so gute Idee gewesen war.
„Hallo“, flüsterte ich ins Telefon.
„Hallo? Sina? Bist du dran?“ hörte ich ihn sagen.
„Ja, ich bin dran“, sagte ich und bereute es sofort. Wäre ich lieber mal nicht drangegangen, dann müsste ich ihm jetzt nicht erklären, was los war. Nicht, dass ich das überhaupt getan hätte. „Es ist alles in Ordnung, ich musste mich nur ausweinen. Den Rest erklär ich dir später“, antwortete ich und wünschte mir es nicht tun zu müssen. Das Verhältnis zu meinem Vater war sehr ausgeprägt, aber wenn es um Liebesdinge ging konnte ich einfach nicht mit ihm reden.
„Okay Spatz, dann reden wir später darüber, wenn du magst“, sagte er sanft. „Ich wollte dich fragen wie es dir geht?“
Na da hatte er ja den perfekten Augenblick erwischt. Was sollte ich sagen? Meine Lügen hätte er sofort durchschaut. Also lieber gleich bei der Wahrheit bleiben. „Mir geht es nicht gut, Paps, aber ich schaff das schon.“ Er klang beunruhigt. Sofort versuchte ich ihn abzulenken. „Wie läuft der Dreh?“, fragte ich und war dankbar als ich spürte, dass ich ihn erfolgreich abgelenkt hatte.
„Gut“, antwortete er. „Alle sind sehr nett. Die ganze Crew versetzt mich in die richtige Stimmung um einen guten Job machen zu können. Vancouver ist toll, Spatz.“ Ich hatte das Gefühl er wollte gerade wieder in einen seiner Redeflüsse ertrinken, da wurde er abgelenkt.
„Einen Moment, Spatz“, sagte er und ich hörte nur noch das leise Rascheln. Vermutlich hatte er mich beiseitegelegt. Ich seufzte und wartete darauf, dass er wieder ans Telefon kam.
Während ich wartete, dachte ich einen Moment nach. Die trübe Stimmung während Ja... Nein, nicht den Namen denken, ermahnte ich mich schnell und bekam gerade noch die Kurve. Während seiner Abwesenheit war ich zu schlecht gelaunt gewesen und hatte meine Außenwelt nicht mehr richtig wahrgenommen.
Mein Vater war Regisseur und drehte derzeit in Vancouver den zweiten Teil der Twilight Saga. Ich war ein großer Fan der Bücher von Stephenie Meyer und als ich erfahren hatte, dass mein Vater dort Regie führen würde, wollte ich so gerne mal dabei sein, einmal alle Schauspieler kennen lernen. Besonders Robert Pattinson, der Edward Cullen spielte. Jeder andere war von der Figur Edward Cullen begeistert, mir persönlich war sie einfach zu perfekt. Als ich den ersten Teil im Kino gesehen hatte, hatte Roberts Anblick mich ganz in seinen Bann gezogen und ich hatte überlegt, woher ich den Mann kannte. Dann fiel mir Harry Potter wieder ein, dort hatte er auch mitgespielt, und wurde sogleich rot. Ich fand Robert da schon unglaublich süß, aber ich habe nie geschwärmt. Wenn ich sah, wie die ganzen Teenies ihn vergötterten und kreischten, wenn sie ihn sahen, bekam ich regelrecht Mitleid. Würde man mich vor die Wahl zwischen Team Edward und Team Jacob stellen, würde ich dreist „Team Robert“ sagen! In den Büchern fand ich Edward nicht so toll, aber im Film, mit der ungefähren Vorstellung, welchen Charakter der Schauspieler hat, konnte ich nicht anders, als mich in Edward zu verlieben.
Die Rückkehr meines Vaters am Telefon lenkte mich von meinen Gedanken ab. „So, Spätzchen, da bin ich wieder. Tut mir leid, wir bereiten gerade den heutigen Dreh vor, da musste noch was abgeklärt werden.“
“Kein Problem. Das ist ja schließlich dein Job“, sagte ich grinsend.
Er lachte. „Ja, das ist wohl war und ich bin zufrieden damit. Leider habe ich jetzt nicht wirklich viel Zeit mit dir zu reden, das kommt in letzter Zeit ganz schön zu kurz. Ich muss gleich los, also hoffe ich, dass du meine Frage ganz schnell beantworten kannst.“ Er verstummte kurz, dann sprach er weiter. „Ich habe dich schon so lange nicht mehr gesehen, Sina, und ich weiß doch, dass du den ersten Teil der Saga toll fandest. Ich würde dich gerne nach Vancouver einladen. Wie wär’s? Bist du einverstanden?“ Er wartete gespannt. Ich war sprachlos. Meine Gedanken kreisten. Ich schaute kurz zu Lena, sie sah mich erwartungsvoll an. Wenn ich daran dachte, wie sie reagieren würde, wenn ich ihr sagte, dass ich zum New Moon Dreh nach Vancouver fliegen würde... Sie würde ausflippen und mich garantiert anflehen ob sie mit dürfte. Bei dem Gedanken grinste ich.
„Paps? Dürfte Lena auch mitkommen?“, fragte ich und grinste Lena an. Jetzt wirkte sie verwirrt.
Er überlegte kurz. „Natürlich. Kein Problem.“ Er lächelte und ich unterdrückte eine Vorfreude. „Dann packt mal eure Koffer. Ich erwarte euch beide morgen in Vancouver.“
Mein Herz raste. Morgen schon. Das kam mir absolut gelegen.
„Ja.“ Ich kreischte es fast.
„Ich hab dich lieb Spatz. Daddy freut sich auf dich.“ Mein Grinsen wurde immer breiter. Diesen Satz kannte ich und ich wusste, dass das der Weg war, wie mein Vater mir helfen konnte. Immer wenn ich traurig war und es mir schlecht ging und er mich von diesen ganzen Problemen ablenken wollte, hatte er diesen Satz zu mir gesagt. Da er in den USA lebte konnten wir uns nicht so häufig sehen und diese Momente waren der Bestandteil unseres guten Verhältnisses.
„Ich freu mich“, sagte ich noch, dann legte ich auf.
Lena fiel sofort über mich her. „Wohin kann ich mitkommen?“
Ich strahlte sie an. „Zum New Moon Dreh nach Vancouver. Morgen geht’s los.“
„Ist nicht dein ernst!“, kreischte Lena und hüpfte auf und ab. Ich hüpfte mit und es dauerte eine Zeit bis wir uns beruhigt hatten.
Koffer warteten darauf gepackt zu werden. Was für Kleidung sollte ich einpacken?
Erst half ich Lena bei der Auswahl, dann fuhren wir zu mir. Ich ignorierte die eingerahmten Fotos von mir und einem Menschen, der jetzt in er untersten Gedankenschublade verstaut war.
Diese Nacht würde ich viel zu aufgeregt sein um schlafen zu können.
Vancouver ich komme. Abwechslung: Ich heiße dich herzlich Willkommen!

© 2010 by Blutmädchen

zum 3. Kapitel

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