Edward vs. Robert - Der OneShot

Edward vs. Robert


Roberts POV

Was ein Tag, dachte ich müde, als ich endlich den Weg ins Bett gefunden hatte. Kristen lag schon in aufreizender Pose auf dem Bett und streckte ihre zarten Arme nach mir aus. Sie lächelte so unglaublich süß, dass es ein verlockendes Angebot war, aber ich war einfach zu müde um über sie herfallen zu können. Ich legte mich neben sie und zog sie in eine sanfte Umarmung.
„Ich bin müde, Schatz, das war ein verdammt anstrengender Tag. Verzeih mir bitte“, hauchte ich ihr vor Müdigkeit leicht lallend zu. Kristen drehte sich so, dass ihre wunderbaren grünen Augen in meine blickten.
„Sexverweigerung ist normalerweise Frauensache. Du willst mir auch jeden Platz streitig machen und sei er noch so gemein.“ Sie küsste meinen Hals und ließ ihre Hand an meiner Brust hinabwandern. So folternd und verlockend süß.
„Kris“, stöhnte ich protestierend auf. „Bitte, ich bin müde, lass uns schlafen.“
Doch sie ignorierte meine schwachen Proteste und streifte mir das T-Shirt hoch. Ehe ich sie aufhalten konnte, streifte ihre Zunge meine Brustwarze und leckte, saugte und knabberte wild drauf los. Gott, sie war so erbarmungslos und trotz meiner Müdigkeit erwachte das Monster in meiner Hose. Zufrieden glucksend nahm auch Kristen die deutliche Bereitschaft, die aufflammte, zur Kenntnis und setzte sich rittlings auf meinen Schoß. Ich ließ sie gewähren und schloss für einen Moment die Augen.
Wie ich diese Frau liebte… Meine Frau… Meine Kristen…
Sie stöhnte auf und ich umfasste ihren Po um mich hochzuziehen. Ich wollte ihr direkt in die Augen sehen.
„Ich liebe dich“, sagte ich und knabberte an ihrem Ohr.
„Ich dich auch“, hauchte Kristen und malte mir mit ihrem Finger ein Herz auf die Brust. „Du tust mir so gut.“
Ich streichelte ihren Rücken und küsste ihre Schulter.
Was kannst du dich glücklich schätzen, alter Freund.
Ich blickte auf. Wo kam diese Stimme her? Wer hatte das eben gesagt?
Und begriffsstutzig ist er auch noch , sagte die Stimme höhnisch.
Mein Blick glitt über Kristen, zur Tür und zum Schrank. Hier war niemand. Aber er hatte doch ganz deutlich eine Stimme gehört. Eine männliche Stimme.
Oh man, er erkennt nicht einmal seine eigene Stimme.
Als mein Blick zum Spiegel an der gegenüberliegenden Wand fiel, klappte mir der Mund auf. Ein Schrei wäre mir fast über die Lippen gekommen.
Hast du mich also auch endlich mal entdeckt. Mit der Spürnase könntest du sogar Kolumbus Konkurrenz machen.
Nein, dass konnte nicht sein.
Ist es aber , sagte die Stimme. Seine Stimme. Aus seinem Mund. Es waren seine eigenen Augenbrauen, die sich hochzogen und seine Augen, die ihn hämisch anblickten. Und doch war er es nicht. Das war Edward, bzw. es war Edwards Maske. So, wie man ihn selbst immer für die Dreharbeiten geschminkt hatte. Die Kontaktlinsen glänzten golden und seine geschwungenen Augenbrauen, die ihn deutlich als Edward kennzeichneten waren unverkennbar.
„Wie kann das sein?“, flüsterte er.
Erstens sind das keine Kontaktlinsen und zweitens bist du viel weniger wert als ich. Die Mädels wollen mich, nicht dich, du Loser.
„Was?“
Du hast mich schon verstanden, Robert. Du bist ein Loser.
Ich konnte das nicht glauben, was ich gerade sah und hörte. Wie konnte ich in einen Spiegel gucken, aber darin ein ganz anderes Gesicht sehen und vor allem: Wieso konnte dieses Gesicht sprechen? Der Mund bewegte sich ganz eindeutig und meine Ohren konnten sich auch nicht täuschen. Oder?
Ganz einfach , sagte das Spiegelbild dreist grinsend. Ich bin ein Teil von dir. Nur du kannst mich sehen und hören. Schon schräg, was?
Dieses Grinsen. Es glich nicht einmal annähernd dem seinen. Die Lippen zurückgezogen, entblößte dieses Spiegelgesicht lange spitze Eckzähne.
Ich wich zurück, strampelte die Bettdecke weg und sah mit entsetztem Gesichtsausdruck auf den Spiegel. Das konnte nicht wahr sein. Ich stupste Kristen an, doch sie lag friedlich schlafend neben mir.
Moment! Saß sie nicht gerade noch lustvoll auf mir?
Gott, du bist so ein Langweiler, Robert. Deine Frau denkt offenbar genauso wenn sie so schnell einschlafen kann.
Das Lachen klang laut und dumpf mit einem leichten Echo. Ich muss verrückt sein, dachte ich.
Bist du auch , bestätigte das grausige Bild dessen, was eindeutig Edward war.
Meine Augen starrten in die goldenen Augen des Spiegelbildes. Konnte dieses, was auch immer es war, Gedanken lesen?
Hey, ich bin Edward, klar kann ich Gedanken lesen.
„Ich träume“, stieß ich zweifelnd hervor und versuchte Kristen wachzurütteln. Sie musste mich aus diesem Albtraum befreien. Das war ein Albtraum.
Mein Spiegel, der das Gesicht meiner Filmrolle annahm und mich beschimpfte ein Loser zu sein – was sollte es denn sonst sein als ein Traum?
Doch Kristen schlief tief und fest und ließ sich nicht aufwecken. Sie grunzte kurz und drehte sich dann auf die andere Seite.
Tja, Kumpel, du hast ja echt nur Pech.
„Was willst du von mir?“, fragte ich und konnte es kaum glauben, dass ich wirklich versuchte mit einem Spiegelbild zu reden.
Spieglein, Spieglein an der Wand, kicherte das Spiegelbild.
„Schluss mit diesem Theater“, fauchte ich, stand auf und baute mich drohend vor dem Spiegel auf. „Ich habe keine Ahnung was das für ein Albtraum ist, aber du bist nicht real, du existiert nicht! Dich gibt es schon lange nicht mehr! Die Twilight Saga ist beendet und du bist nur noch auf DVD!“
Scheiße, was machte ich hier… Ich konnte nicht glauben, dass diese Worte wirklich meinen Mund verlassen hatten… Gütiger…
Dafür regiere ich deine Gedanken , höhnte das Spiegelbild. Du bist ein Niemand. Du bist nichts im Vergleich zu mir. Die Mädchen wollen mich! Find dich damit ab.
Das Spiegelbild sah mich herausfordernd an.
„Du bildest dir ein, du könntest parallel in meiner Welt existieren?“ Jetzt lachte ich laut auf. Ich glaubte einen Weg gefunden zu haben um diesem Möchtegern den Garaus zu machen. „Du bist doch in einem Spiegel. Ein Beweis dafür, dass es dich gar nicht gibt.“ An dem Gesichtsaudruck des Spiegelbilds konnte ich meinen Sieg wittern. „Du steckst in einem Spiegel fest und hast keine Möglichkeit jemals daraus zu entfliehen.“
„Rob?“ Kristens Stimme hinter mir konnte mich nicht von dem Spiegel losreißen. Das stumme Gesicht dieses Albtraums schaute an mir vorbei.
Du irrst dich , lachte das Spiegelbild urplötzlich. Bella, komm zu mir.
„Was?“ Ich drehte mich um und sah, wie Kristen anmutig herbeigeschwebt kam und – mich ignorierend – auf den Spiegel zuschritt. Als wüsste sie was sie tat, legte sie ihre Hand auf den Spiegel. Ich sah, wie Edwards goldene Augen sich veränderten. Sie wurden stärker und kräftiger. Mit entsetzter Miene sah ich, wie Kristens Handfläche in den Spiegel eindrang. Sie durchdrang ihn, als wäre er aus Wasser und nicht aus Glas.
„Kris“, rief ich erschrocken und schlang meinen Arm um ihren Bauch. „Geh da nicht noch näher dran. Er wird dich in sich einsaugen.“ Ich zog und zerrte, aber es war vergebens. Die Kraft, die Kristen anzog, war stärker als ich.
„Wenn jemand wen einsaugt, dann sauge ich ja wohl dich ein, mein Liebling.“ Kristens Stimme klang verführerisch.
Plötzlich spürte ich einen deutlichen Druck in meinen Lenden und schreckte auf.
„Rob? Alles okay?“ Kristens besorgter Blick musterte mich aufmerksam.
„Was?“, würgte ich hervor.
Verwirrt blickte ich mich um. Der Spiegel an der Wand zeigte mir mein eigenes entsetztes Gesicht. Es versuchte zu verstehen, das war deutlich zu erkennen, doch genauso offensichtlich war, dass dieses Gesicht gar nichts verstand.
„Ich verstehe nicht“, sagte ich leise. „Wo ist Edward?“
„Edward?“, fragte Kristen überrascht. „Welcher Edward?“
„Na, Edward Cullen“, sagte ich.
Kristen lachte laut auf. „Wenn du Lust auf ein Rollenspiel hast, dann musst du es nur sagen, du kleiner bissiger Vampir.“ Sie küsste mich, doch so richtig spürte ich ihre Lippen nicht.
Irgendwas war hier gnadenlos verkehrt.
Kristen, die, wie ich jetzt erst registrierte, immer noch auf mir saß, sah mich nun stirnrunzelnd an. „Du scheinst wirklich müde zu sein. Wir sollten schlafen.“
Sie stieg von mir runter und drehte mir den Rücken zu. Verwirrt sah ich zu ihr herunter.
Langsam stand ich auf und ging auf den Spiegel zu.
Es war tatsächlich nur ein Traum gewesen… Aber was für ein Traum… Schlimmer als ein Albtraum…
Ob ich Kristens das erklären konnte? Vielleicht morgen, dachte ich und legte mich zu ihr ins Bett.

© 2010 by Blutmädchen

1 Kommentar:

  1. *looooool* ich lach mich tot. edward sat zu rob loser. na das war ja mal ein köstlicher oneshot. den kannte ich noch nicht. eine gute idee und gut umgesetzt. ich glaube ich wäre durchgedreht wenn ic hsowas hätte. kaum vorstellbar. aber edward war witzig^^

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